Nachruf

Trauer um Chaim Druckmann

Chaim Druckman (1932-2022) Foto: picture alliance / dpa

Nachruf

Trauer um Chaim Druckmann

Zehntausende bei Begräbnis von einflussreichem Rabbiner in Israel

von Sara Lemel  26.12.2022 19:38 Uhr

Zehntausende von Menschen haben am Montag in Israel am Begräbnis des verstorbenen, einflussreichen Rabbiners Chaim Druckman teilgenommen. Druckman war am Sonntag im Alter von 90 Jahren gestorben. Er galt als spiritueller Anführer der religiösen zionistischen Bewegung.

Druckman war nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Krankenhaus behandelt worden und dort der Krankheit erlegen. Er wurde im strömenden Regen in Masuot Izchak in der Nähe der Küstenstadt Aschkelon beigesetzt.

Druckman war als eine der Gründerfiguren der israelischen Siedlerbewegung und vehementer Gegner der Räumung besetzter Gebiete bekannt.

Geboren 1932 in Kuty in der heutigen Ukraine, hatte er den Holocaust im Versteck mit seinen Eltern überlebt. 1944 war er ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina geflohen. 1977 wurde er Abgeordneter der National-Religiösen Partei im israelischen Parlament, 1981 stellvertretende Religionsminister. Für seinen Beitrag zur jüdischen Erziehung erhielt er 2012 den Israel-Preis, die höchste Auszeichnung des Landes.

Staatspräsident Isaac Herzog schrieb bei Twitter, Druckman habe sein Leben dem Staat Israel und dem Volk Israel gewidmet. Der designierte Regierungschef Benjamin Netanjahu schrieb, Israel habe »einen großen spirituellen Anführer verloren«.

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026