Krieg

Terroristen in Gaza schockieren mit neuem Geisel-Video

Rom Braslavski vor seiner Entführung Foto: Missing Families Forum

Krieg

Terroristen in Gaza schockieren mit neuem Geisel-Video

Der Palästinensische Islamische Dschihad hat nach 18 Monaten erstmals ein Lebenszeichen von Rom Braslavski veröffentlicht

 16.04.2025 18:10 Uhr

Die Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad hat am Mittwoch ein Video der israelischen Geisel Rom Braslavski veröffentlicht. Darin appelliert er an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, sich für seine Freilassung einzusetzen: »Können Sie mich hier rausholen?«
Dem Inhalt nach wurde das Video in den letzten Wochen aufgenommen.

Der heute 21-jährige Braslavski war am 7. Oktober 2023 vom Nova-Musikfestival entführt worden, wo er als Sicherheitsmann eingesetzt war. Zuvor hatte er noch zwei junge Frauen vor den Angreifern in Sicherheit gebracht.

Später an jenem Tag verlor sich dann seine Spur; Braslavski wurde offenbar von den Terroristen in den Gazastreifen verschleppt. Das Video ist das erste Lebenszeichen seit 18 Monaten.

Lesen Sie auch

Das Video wurde auf Wunsch der Familie zunächst nicht veröffentlicht. Es soll aber einen von den Strapazen der 18-monatigen Geiselhaft schwer gezeichneten Braslavski zeigen. Sein Bruder Amit schrieb auf Instagram. »Rom, mein lieber kleiner Bruder, wir haben dich nicht wiedererkannt. Du siehst aus, als wärst du um Jahre gealtert, aber wir können immer noch deine Güte und den Rom erkennen, den wir so sehr vermisst haben.«

Es sei die erste Nachricht gewesen, die man über Rom erhalten habe, so Amit Braslavski weiter. »Wir wussten, dass du krank warst und deine Medikamente brauchtest. Ich hoffe, dieses Video rüttelt die Menschen wach, die wachgerüttelt werden müssen. Wir werden bis zum letzten Blutstropfen für dich kämpfen und alles tun, um dich zurückzubringen.«

Rom Braslavskis Mutter nannte die Tatsache, dass sie zuerst aus sozialen Medien und nicht von der israelischen Regierung über das Video erfuhr, eine »Schande für den Staat Israel«. Es sei schockierend, erklärte Tanit Braslavski, dass niemand von der Regierung angerufen habe.

An Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerichtet sagte sie: »Sein Sohn sitzt in Miami und trinkt einen Margarita am Strand, während mein Sohn im Tunnel ist. Und er hat keine Zeit, mich anzurufen, um mich auf den neuesten Stand zu bringen?«

Auch Amit griff die Regierung wegen mangelnder Kommunikation scharf an. Als Familie werde man »jeden Tag aufs Neue mit schockierendem und beschämendem Verhalten im Stich gelassen«. mth

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026

Fußball

»Ich weiß, wer Weltmeister wird«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel berichtet von sexuellem Missbrauch durch Hamas-Terroristen

In einem Gespräch mit Israels First Lady Michal Herzog schildert der junge Israeli mehrere Übergriffe

 19.06.2026

Umfrage

Mehrheit der Israelis misstraut Trump bei Iran-Abkommen

Was denken Bürger über die Wahrung der Interessen des jüdischen Staates durch den amerikanischen Präsidenten? Wie sehen sie Ministerpräsident Netanjahus Rolle in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt?

 19.06.2026

Berlin

Merz lehnt Apartheid-Vergleich entschieden ab

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Israel mit einem Apartheid-System verglichen. Merz widerspricht sehr deutlich

 18.06.2026

Washington

US-Vize Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

Aus der israelischen Regierung wird Kritik laut – nicht nur am Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, sondern auch an Präsident Trump. Dessen Vize kann mit damit allerdings gar nichts anfangen

 18.06.2026

Nachrichten

Quallen, Rauchen, Gesetz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  18.06.2026

BDS

Boykottversuch gegen israelische Stadtbahn gescheitert

Eine spanische Gewerkschaft fordert von der Firma CAF, die Arbeiten an den Tel Aviver Wagen einzustellen. Doch die weigert sich standhaft

von Sabine Brandes  18.06.2026