Israel

Tel Avivs erste Stadtbahn geht in Betrieb

Die Israelis im Zentrum mussten lange auf die Stadtbahn warten. Foto: Flash90

Im Großraum der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist nach mehr als acht Jahren Bauzeit eine Linie der ersten Stadtbahn gestartet. Der erste Zug sei planmäßig am frühen Morgen in Betrieb gegangen, berichteten mehrere israelische Medien am Freitag. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Tag zuvor bei einer offiziellen Feier den Startschuss gegeben.

proteste Vor der Eröffnung kam es in der Stadt zu Protesten Dutzender Menschen. Die Demonstrantinnen und Demonstranten beklagten, dass die Bahn nicht am Schabbat sowie an Feiertagen fahren soll. Tel Avivs Bürgermeister, Ron Huldai, boykottierte aus dem Grund auch die offizielle Zeremonie.

»Als jemand, der den Transport am Schabbat unterstützt und fördert, sage ich schon seit langem: Die Stadtbahn muss auch am Schabbat funktionieren und der Öffentlichkeit dienen«, sagte der Bürgermeister. »So sollte es in einem liberalen und demokratischen Land sein.« In Tel Aviv leben viele säkulare Juden.

An den Arbeiten war auch die Deutsche-Bahn-Tochter DB Engineering & Consulting beteiligt. Die rund 24 Kilometer lange Strecke geht durch fünf Gemeinden und umfasst 34 Stationen - ein Dutzend davon sind unterirdisch. Ursprünglich hätte die Bahn bereits vor rund zwei Jahren in Betrieb gehen sollen, die Fertigstellung verzögerte sich mehrfach.

Neben der sogenannten roten Linie werden noch weitere Linien gebaut, die jedoch erst in den nächsten Jahren in Betrieb gehen sollen. Mit der Bahn soll das hohe Stauaufkommen der Stadt abgeschwächt werden. dpa

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

von Admin  21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026

Israel

Herzog zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus

Javier Milei erhält in Jerusalem die höchste zivile Auszeichnung des jüdischen Staates. Der argentinische Präsident stellte sich im Konflikt mit dem Iran klar an die Seite Israels und der USA

 20.04.2026

Jom Hasikaron

Schmerz und Erinnerung im Herzen der Stadt

Welche Zukunft hat der Gedenkort der Terroropfer und gefallenen Soldaten am zentralen Dizengoff-Platz in Tel Aviv?

von Sabine Brandes  20.04.2026

Waffenruhe

Präsident Aoun: Libanon verhandelt alleine mit Israel

Seit ein paar Tage gilt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Die Regierung in Beirut will dauerhafte Stabilität für den Mittelstaat erreichen

 20.04.2026

Nahost

Soldat schlägt auf Jesus-Statue ein. Israel kündigt harte Strafe an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke »aufs Schärfste«. Das israelische Militär kündigte »angemessene Maßnahmen« gegen alle Beteiligten an

 20.04.2026