EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Tourismus

Tel Aviv-Flüge weiterhin gestoppt

Zwischen sieben und zehn Flüge aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien pro Tag werden vorerst nicht nach Tel Aviv abheben. Foto: dpa

Aus Angst vor Raketenbeschuss durch die Hamas haben die Lufthansa, Air Berlin, Air France und mehrere amerikanische Fluggesellschaften ihre Flüge nach Tel Aviv vorläufig eingestellt. Die Lufthansa und airberlin teilten am Mittwoch mit, auch am Donnerstag, den 24. Juli, würden Flüge von und nach Ben Gurion International Airport ausgesetzt.

»Dies gilt für alle Flüge von Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines«, hieß es in dem Statement der Lufthansa Group. Zum jetzigen Zeitpunkt lägen »keine ausreichend belastbaren, neuen Informationen vor, die eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs rechtfertigen würden«. Am Dienstagabend waren die Flüge der beiden deutschen Fluganbieter für zunächst 36 Stunden eingestellt worden.

Nachdem am Dienstag eine Rakete aus dem Gazastreifen in dem Ort Jahud in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens eingeschlagen war, untersagte auch die US-Luftfahrtbehörde am Dienstagabend allen amerikanischen Fluggesellschaften, den internationalen Flughafen Israels anzufliegen. Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte am Dienstag ihre Drohung erneuert, den Flughafen zum Ziel ihrer Raketenangriffe zu machen.

Appell Israels Verkehrsminister, Yisrael Katz, appellierte dagegen an die Fluglinien, den Beschluss rückgängig zu machen. Die Sicherheitslage im Großraum von Tel Aviv mache diese Maßnahme nicht erforderlich, sagte er.

Gleichzeitig wies der Minister die Behörden in Israel laut einem Bericht der »Jerusalem Post« am Mittwoch an, den Flughafen Uvda bei Eilat als Anflugalternative zu Ben Gurion in Betrieb zu nehmen. Die Fluggesellschaften EL AL und Arkia verstärkten unterdessen ihre Flüge, um Passagiere anderer Fluglinien bedienen zu können. EL AL und ihre Tochterfirma UP fliegen weiterhin nach Plan, sagte ein Mitarbeiter von EL AL in Frankfurt am Mittwoch.

Umbuchung Gäste, die auf einen der annullierten Flüge gebucht waren, könnten kostenlos umbuchen oder sich den Ticketpreis erstatten lassen, hieß es bei der Lufthansa. Auf der Website von Air Berlin ist zu lesen: »Fluggäste, die von einer Flugstreichung betroffen sind, können kostenlos stornieren oder auf Flüge nach Tel Aviv bis 31. August 2014 umbuchen.«

Lufthansa-Sprecher Helmut Tolksdorf sagte der Jüdischen Allgemeinen am Mittwoch, falls wegen der Absagen Hotelübernachtungen für Fluggäste nötig würden, würde die Lufthansa die Kosten übernehmen. Betroffen sind pro Tag zwischen sieben und zehn Flüge aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien.

sicherheit Die Entscheidung sei »aus Gründen des Vorrangs der Sicherheit der Passagiere und Crews aller Airlines getroffen worden, auch wenn uns derzeit noch keine verschärften Reisewarnungen der zuständigen Behörden vorliegen«, hieß es weiter in der Mitteilung der Lufthansa Group. Im Gegensatz zu Deutschland haben die USA eine Reisewarnung für Israel, das Westjordanland und den Gaza-Streifen herausgegeben. Das deutsche Auswärtige Amt dagegen warnt ausdrücklich nur vor Reisen in den Gaza-Streifen.

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert