Israel

Syrische Verwundete attackiert

Beschädigter Krankenwagen Foto: Flash 90

Zu Wochenbeginn wurden zwei Krankenwagen der israelischen Armee, in denen verletzte Syrer transportiert wurden, angegriffen. Rund 150 gewalttätige Demonstranten in dem Drusendorf Madj-al-Schams in den Golanhöhen zerrten die beiden Verwundeten aus dem Wagen und schlugen sie brutal zusammen. Einer von ihnen starb bei der Attacke, der andere befindet sich in kritischem Zustand.

Zwei Soldaten wurden dabei leicht verletzt. Die Syrer wurden in Armeehelikoptern in Sicherheit gebracht. Einer von ihnen starb anschließend im Krankenhaus. Ein Großaufgebot der Polizei stellte sich den Angreifern gegenüber.

Golan Es ist das zweite Mal in 24 Stunden, dass Drusen Krankenwagen, in denen syrische Rebellen in israelische Krankenhäuser zur Behandlung gefahren werden, attackierten. Kurz vor dem tödlichen Angriff forderten aufgebrachte junge Männer in dem Dorf Horfish, dass die israelischen Soldaten ihnen erklären, zu welcher militärischen Fraktion die Verwundeten in ihrem Krankenwagen gehören.

Einige Tage zuvor hatte die Nusra-Front unter Drusen in der syrischen Provinz Idlib ein Blutbad angerichtet. 20 Männer wurden getötet. Seitdem kochen die Emotionen in Israel hoch.

nachbarland Die Angreifer kritisieren, dass Kämpfer aus dem Bürgerkrieg, die in Israel gesundgepflegt werden, vielleicht zu jenen Gruppen gehören, die ihre Brüder im Nachbarland bedrohen. Die israelische Armee verfolgt eine Politik der humanitären Hilfe an der Grenze zum Nachbarland und fragt nicht, zu welchen Gruppen die Verwundeten gehören.

Der Anführer der Drusen in Israel, Scheich Mowafak Tariq, verurteilte die Attacken seiner Gemeindemitglieder aufs Schärfste: »Dies ist nicht unsere Art. Es schmerzt uns, so etwas zu sehen. Dies ist ein schrecklicher, krimineller Akt, der von den Behörden verfolgt werden muss«.

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Skandal

Hasswelle gegen Ex-Soldaten bringt Adidas in Bedrängnis

Shalev Biton wurde wegen seiner Teilnahme an einer Adidas-Kampagne zur Zielscheibe israelfeindlicher Aktivisten. Nun entschuldigt sich der Sportartikelhersteller

von Sabine Brandes  10.09.2026

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 10.09.2026

Jerusalem

Israels Nationalbibliothek errichtet Abteilung für Terrorgedenken

Der Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 gilt als traumatisches Ereignis in der israelischen Gesellschaft. Mit einer umfassenden Materialiensammlung will die Nationalbibliothek es im kulturellen Gedächtnis verankern

von Burkhard Jürgens  10.09.2026

Diplomatie

Herzog wirbt für Dreiertreffen mit Zypern und Libanon

Derzeit gibt es zwar Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon - aber auf Botschafterebene. Ein Traum von Israels Präsident Herzog geht weiter

 10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026

Westjordanland

Das System der Gewalt

Wie extremistische Siedler und politische Kräfte das Gebiet destabilisieren – und warum Ex-General Gadi Shamni vor einer Eskalation warnt

von Sabine Brandes  10.09.2026

Meinung

Wahlkampf in Israel: Schluss mit der Schlammschlacht!

Niemand erwartet, dass Politiker einander mit Samthandschuhen anfassen. Aber eine Wahl in einer Demokratie ist keine Realityshow voller Gekreische

von Sabine Brandes  10.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  10.09.2026