Nahost

Syrien angeblich offen für Friedensgespräche mit Israel

Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa Foto: IMAGO/AA

Die syrische Regierung zeigt sich informierten Kreisen aus Damaskus zufolge offen für einen Dialog über eine mögliche Friedensregelung mit Israel. Eine Versöhnung und ein Friedensabkommen mit Israel seien denkbar, hieß es. Voraussetzung sei aber, dass internationale Abkommen umgesetzt und besetzte syrische Gebiete zurückgegeben würden. 

Ein möglicher Friedensprozess orientiere sich an bestimmte Bedingungen. Dazu zähle unter anderem die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates und auch die Rückgabe der von Israel seit 1967 besetzten Gebiete. Ähnliche Voraussetzung hatte schon das einflussreiche Königreich Saudi-Arabien zur Bedingung für eine Normalisierung mit Israel gemacht. 

Von Israel annektierte Golanhöhen sind Streitpunkt

Den Quellen zufolge habe Israel angeblich bisher nicht konstruktiv auf die Signale aus Damaskus reagiert. Das Land versuche stattdessen durch Gewalt neue Bedingungen zu diktieren, behaupten die Hinweisgeber. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont seit Jahren, dass Israel sich niemals auf die Grenzen vor 1967 zurückziehen werde.

Syrien und Israel befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand. Zentraler Streitpunkt dabei sind die Golanhöhen, von der israelischen Armee im Sechs-Tage-Krieg erobert wurden, nachdem Syrien, Ägypten und Jordanien dem jüdischen Staat den Krieg erklärt hatten. 1981 wurde das Gebiet von Israel annektiert, der Schritt wurde aber bisher nur von den USA anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens. 

Die jüngsten Signale aus Damaskus könnten – sollten sie anhalten – eine bedeutende Verschiebung in der regionalen Dynamik bedeuten. Die Chancen für eine Umsetzung dieser Forderungen gelten allerdings als äußerst gering.

Israel hatte nach dem Umsturz in Syrien Truppen in weitere Gebiete auf den Golanhöhen verlegt. Die israelische Luftwaffe greift zudem regelmäßig Ziele in Syrien wie Chemiewaffenbestände an, damit diese nicht in die Hände Islamisten gelangen. dpa/ja

Beit Zazir

Herzog weist Trumps Angriffe zurück: Israels Souveränität »nicht zu verkaufen«

Der israelische Präsident spricht von einem »unverhohlenen Angriff auf die Symbole der Staatsführung« seines Landes

 13.03.2026

Alltag im Krieg

Mitgehört im Bunker ...

Schlaflos in Tel Aviv: Iranische Raketen halten in den Nächten die Israelis wach

von Sabine Brandes  13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: Kriegsziel ist Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme

An die Iraner gerichtet sagt der Ministerpräsident, Israel versuche, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen selbst gegen die Führung in Teheran vorgehen könnten

 13.03.2026

Jerusalem

Israel sieht erste Risse in iranischer Führung

Israels Außenminister: Es gibt bereits Anzeichen für Differenzen zwischen politischen Entscheidungsträgern und militärischen Verantwortlichen in Teheran

 13.03.2026

Nahost

Iranische Zivilisten schicken Israel Hinweise auf Regime-Ziele

Menschen im Iran informieren die israelischen Streitkräfte über Einrichtungen des Regimes. Die Angaben werden geprüft und führen dann zu Angriffen

 13.03.2026

Israel

Hamas-Terrorist misshandelt? Anklage gegen fünf Reservisten fallengelassen

Den fünf Männern wurde vorgeworfen, im berüchtigten Militärgefängnis Sde Teiman einen Terroristen so stark sexuell misshandelt zu haben, dass dieser ins Krankenhaus gebracht werden musste

 12.03.2026

Iran-Krieg

Israel ruft Bewohner des Südlibanons zur Flucht auf

Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah spitzt sich weiter zu: Die israelische Armee weitet ihren Evakuierungsaufruf für den Süden des Nachbarlandes aus

 12.03.2026