Raketenangriff

Süden wieder unter Beschuss

Raketeneinschlag nahe Kiriat Gat Foto: Flash 90

Die Sirenen heulen wieder. Seit Januar 2011 sind nach Angaben der israelischen Armee insgesamt mehr als 340 Geschosse aus dem Gazastreifen auf das israelische Kernland abgefeuert worden. Mehrere Geschosse gingen in den Regionen Schaar Hanegev und Lachisch nahe des Gazastreifens herunter. Eine Frau wurde durch ein Schrapnell verletzt.

Auch die Städte Kiriat Gat und Aschkelon waren im Visier der Terroristen. Das vermehrte Abfeuern der Grad-Raketen, die über eine größere Reichweite als die Kasam-Geschosse verfügen, stellt für die israelische Armee eine klare Eskalation der Gewalt dar. Eine Rakete schlug im Stadtgebiet von Aschkelon ein und beschädigte dort eine Straße. Bürgermeister Benny Vaknin forderte daraufhin, dass das mobile Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel« in die Großstadt am Mittelmeer gebracht wird, um die Bewohner zu schützen. In den kommenden Tagen schon soll es aufgestellt werden.

ängste Zachi Cohen lebt in Aschkelon. Beim Gedanken an die vergangenen Jahre, als Raketen aus Gaza täglich auf die israelischen Städte niedergingen, wird ihm angst und bange. »Wir saßen damals wochenlang im Sicherheitsraum wie Sardinen in der Büchse. Es war furchtbar, ich hoffe wirklich, dass so etwas nicht noch einmal passiert.« Jetzt im Sommer wolle er mit seinen Enkelkindern draußen sein, ans Meer gehen, die Ferien genießen, nicht vor Sorge nur noch zu Hause hocken. »Die Regierung muss uns vor diesen Terroristen schützen, wir sind doch kein Freiwild.«

Nach den vermehrten Beschuss flog die israelische Luftwaffe Angriffe auf die Stellungen der Terroristen, um Abschussrampen und Waffenlager zu zerstören. Mehrere Ziele seien getroffen worden, so ein Sprecher der Armee.

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu hält an Sturz des Teheraner Regimes fest

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026