Militär

Streit wegen Ankauf von Kampfjets

Israelischer F-16-Kampfjet in Zagreb (August 2018) Foto: imago

Das kroatische Verteidigungsministerium hat Israel aufgefordert, wegen des geplanten Ankaufs von zwölf gebrauchten Kampfjets vom Typ F-16 Klarheit zu schaffen. Zagreb erwarte bis zum 11. Januar eine Antwort auf die Frage, ob Israel die Flugzeuge im Wert von rund 500 Millionen US-Dollar (440 Millionen Euro) vereinbarungsgemäß liefern könne, hieß es am Donnerstag in der Mitteilung des Ministeriums.

Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums in Jerusalem wollte sich dazu nicht äußern. Israel hatte die F-16-Jets ursprünglich von den USA erworben und zusätzlich mit hochwertiger Elektronik ausgestattet. Der Weiterverkauf der Flugzeuge ist an eine Genehmigung der US-Regierung gebunden.

Israel hatte die Jets ursprünglich von den USA erworben und mit hochwertiger Elektronik ausgestattet.

USA Diese hat Washington bislang verweigert, nachdem der US-Kongress wegen der hochwertigen Elektronik Einspruch gegen den Verkauf an Kroatien erhoben hatte. Israelische Medien berichteten, die USA seien verärgert darüber, dass Israel die Flugzeuge mit aufwendiger Elektronik ausgestattet und damit einen Vorsprung gegenüber den USA erlangt habe.

Kroatien, das der Nato angehört, legt aber Wert darauf, die F-16-Jets mit der von Israel eingebauten Ausstattung zu erwerben. Israel stehe in der Pflicht, die entsprechenden Genehmigungen von der US-Regierung einzuholen, hielt die Mitteilung des kroatischen Ministeriums fest. Sollten sich Israel und die USA nicht einigen können, behalte sich Kroatien das Recht vor, von dem Kauf zurückzutreten.  dpa

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