Israel

Steinmeier reist zum Welt-Holocaust-Forum

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem (2017) Foto: imago

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird nach israelischen Angaben zum 5. Welt-Holocaust-Forum im Januar nach Jerusalem reisen. Mit der Veranstaltung werde auch an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren gedacht.

Die Befreiung jährt sich am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag. Steinmeier werde gemeinsam mit rund 30 weiteren Staatsoberhäuptern an dem Forum am 23. Januar teilnehmen, teilte das Büro von Israels Präsident Reuven Rivlin am Mittwoch mit. Das Forum finde in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem statt.

ERINNERUNG Die Veranstaltung »An den Holocaust erinnern, Antisemitismus bekämpfen« finde »vor dem Hintergrund des Anstiegs von Ausdrücken hasserfüllten und gewalttätigen Antisemitismus statt, besonders in Europa«, hieß es in der Mitteilung. Es gehe darum, sich um die Vermittlung von Wissen über die Gefahren von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bemühen sowie das Gedenken an den Holocaust zu pflegen und entsprechende Forschung voranzutreiben.

Außer Steinmeier nehmen demnach Russlands Präsident Wladimir Putin, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella sowie Österreichs Präsident Alexander Van der Bellen teil.

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im von Deutschland besetzten Polen gilt weltweit als Symbol für den Holocaust. Nach Schätzungen starben dort mehr als eine Million Menschen, zumeist Juden. Soldaten der Roten Armee befreiten das Lager am 27. Januar 1945 und fanden dort unter den Häftlingen noch etwa 7000 Überlebende. Die Nazis und ihre Helfershelfer ermordeten während des Holocaust insgesamt rund sechs Millionen Juden.  dpa

Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Berlinale

David Cunio: »Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben«

Die israelische Ex-Hamas-Geisel bedankte sich an einem ebenso denkwürdigen wie emotionalen Abend im Babylon-Kino bei Regisseur Tom Shoval für den Film »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Jerusalem

Staatskontrolleur kritisiert unvollständige Aufarbeitung der Versäumnisse vom 7. Oktober

Die Öffentlichkeit und die Knesset hätten bislang nur ein fragmentarisches Bild von den Versäumnissen im Zusammenhang mit dem Hamas-Angriff erhalten, sagt Matanyahu Englman

 20.02.2026