Sommerspiele

Sportler für Tokio

Springreiterin Ashlee Bond ist auch dabei. Foto: imago images / ITAR-TASS

Sommerspiele

Sportler für Tokio

Israel schickt 85 Athleten zur Olympiade 2020

von Sabine Brandes  24.10.2019 13:39 Uhr

Israels Delegation für die Olympischen Spiele in Japan wird die größte aller Zeiten werden. Das verkündet die israelische Botschaft in den USA stolz auf Twitter. »2016 haben wir 47 Athleten nach Rio geschickt, 2020 sind es 85 (und es werden wohl noch mehr).« Die Sportler werden bei den Sommerspielen in Tokio in 18 Disziplinen unter der blau-weißen Flagge antreten.

»Wir hätten nie gedacht, dass so etwas in naher Zukunft geschehen würde«, sagte die Vizepräsidentin des israelischen Olympiakomitees, Vered Buskila. »Es ist eine wirklich verrückte Zahl für israelische Verhältnisse.« Und das, obwohl das nationale Komitee einige Regeln für die Teilnahme geändert hatte, die die Aufnahme noch schwerer machten. Buskila ist selbst dreifache Olympionikin in der Disziplin Segeln.

BASEBALL Delegationen werden unter anderem in den Sportarten Baseball, Judo, Segeln, Rhythmische Sportgymnastik, Springreiten, Schießen, Radfahren und Surfen nach Japan geschickt. Das Baseball-Team ist dabei mit 24 Sportlern das größte. Die Athleten sind eine Mischung aus einheimischen Sportlern und jüdischen Amerikanern, die als Teilnahmebedingung Alija machten. 2019 gewann das Team die Europäische Baseballmeisterschaft (B-Pool). Nachdem sie Südafrika in einem Qualifikationsmatch mit 11:1 geschlagen haben, war klar, dass auch sie in den Flieger nach Tokio steigen werden.

Buskila schätzt, dass zehn israelische Athleten in die Finalrunden in Tokio einziehen könnten. Eine Anwärterin ist die Rhythmische Sportgymnastin Linoy Ashram. Die 20-Jährige aus Rischon Lezion, die mehrfach Gold bei internationalen Wettbewerben holte, durfte sich bei den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren die Bronzemedaille um den Hals hängen lassen. Auch Weltmeister-Judoka Sagi Muki habe gute Chancen, 2020 auf dem Treppchen zu stehen.

GOLD Israel hat seit seinem Auftakt als nationaler Vertreter bei den Spielen in Helsinki 1952 neun olympische Medaillen gewonnen. Das erste und einzige Mal Gold holte Gal Friedman 2004 in der Disziplin Windsurfen in Athen. 2016 im brasilianischen Rio gewannen die israelischen Judokas Yarden Gerbi und Or Sasson jeweils Bronzemedaillen.

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Herzliya

Israelische Studie: Sexy Profilbilder können Dating-Erfolg mindern

Eine Untersuchung der Reichman University zeigt: Stark sexualisierte Fotos in Dating-Profilen erzeugen zwar Aufmerksamkeit, schmälern aber die Chancen auf eine ernsthafte Beziehung

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026