Nachrichten

Sport, Make-up, Strom

Bewegung ist wichtig, auch während der Pandemie. Foto: Flash90

Sport
Viele Menschen haben während der Lockdowns einen starken Rückgang an sportlicher Betätigung erlebt. Noch gibt es wenige Studien dazu. Nun untersuchte die Ben-Gurion-Universität Mäuse, denen im Käfig die hauptsächliche Bewegung durch Entfernung des Laufrades genommen wurde. Zudem werteten die Forscher Effekte unterschiedlicher Diäten aus. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Mäuse trotz des Rückgangs der physischen Aktivitäten dieselbe Menge Futter verzehrten, was zu einer Gewichtszunahme führte. »Während die Auswirkungen auf Menschen natürlich in klinischen Studien bestätigt werden müssen«, erklärt Professor Assaf Rudich, »so zeigt unsere Untersuchung bereits, dass es unmittelbare Auswirkungen gibt, wenn sportliche Aktivitäten nachlassen.«

Make-up
Zum ersten Mal haben sich ein Moderator und eine Moderatorin im israelischen Fernsehen gänzlich ohne Make-up gezeigt. Paula und Leon Rosenberg, die die gleichnamige Morgensendung auf Kanal zwölf moderieren, traten am Sonntag gänzlich ohne Schminke auf. Das Paar, das im echten Leben verheiratet ist, spricht über Lifestyle, Gesundheit und Verbraucherprodukte. »Wir sind angewidert, dass die Zuschauer im Fernsehen keinen Menschen mehr sehen, wie er normal aussieht«, so Paula Rosenberg. »Wir sagen ja nicht, man soll sich nicht mehr kämmen oder schminken. Wir sagen nur: Schaut mal, so sehen eine Frau und ein Mann im wahren Leben aus. Und das ist cool und schön, sogar bevor irgendetwas verändert wurde.«

Hotels
Die israelische Grund- und Bodenbehörde hat gemeinsam mit dem Tourismusministerium eine Ausschreibung für den Bau von 1675 Hotelzimmern am Toten Meer veröffentlicht. Die Hotels sollen in Ein Bokek und Hamei Zohar im Süden des Salzsees gebaut werden, zwei Gebäude sogar auf dem Wasser. Ein weiteres Hotel muss eine besondere Touristenattraktion beinhalten. Nach Angaben des Ministeriums soll dadurch der »besondere Stand dieser Region für den internationalen Tourismus aufgewertet werden«. Das Ministerium schlägt einen umfassenden Plan für die gesamte Region von Nord nach Süd vor. »Die einzigartige Küstenregion soll jedoch erhalten bleiben«, betonte Generaldirektor Amir Halevi.

Ausweisung
Am Montag erließ das Bezirksgericht Beer Sheva eine einstweilige Verfügung, die der Einwanderungspolizei des Innenministeriums für den Zeitraum von sieben Tagen untersagt, Abschiebebefehle gegen 51 Mitglieder der »Hebrew Israelites« zu vollstrecken. Zuvor hatte die Behörde sie aufgefordert, Israel bis zum 23. September zu verlassen, da sie keinen legalen Status hätten. Die meisten Mitglieder dieser Gruppe leben seit Jahrzehnten in Israel, einige sind dort geboren, einige der Kinder haben ihren Armeedienst absolviert. Die Behörde gab ihnen 60 Tage Zeit, das Land zu verlassen. Die Betroffenen hatten dagegen Einspruch eingelegt.

Arbeit
Verteidigungsminister Benny Gantz zieht in Erwägung, die Anzahl von Palästinensern aus dem Gazastreifen, die in Israel arbeiten dürfen, zu erhöhen. Einen Monat zuvor hatte die Regierung in Jerusalem bereits erklärt, 7000 Genehmigungen zu erneuern, nachdem diese wegen der Corona-Pandemie eineinhalb Jahre lang ausgesetzt worden waren. Gantz plane entsprechend israelischer Medien, die Zahl zunächst auf 10.000 zu erhöhen. Anschließend standen Zehntausende Menschen bei der Handelskammer in Gaza an, um sich für eine Arbeitserlaubnis zu bewerben. Allerdings gehe es eher um Papiere für Geschäftsleute als für Tagesarbeitskräfte, die auf Baustellen in Israel arbeiten, so die Berichte.

Strom
Der Elektrizitätsverbrauch in israelischen Gemeinden variiert extrem. Anfang der Woche veröffentlichte das Energieminis­terium erstmals einen landesweiten Index. Die Nutzung reicht von 48 Kilowattstunden (kWh) pro Kopf und Monat in der arabischen Gemeinde Jadeidi-Makr im Norden bis zu 524 im wohlsituierten Savyon, einem Vorort von Tel Aviv. Außer Savyon sind einige jüdische Siedlungen in Palästinensergebieten regelrechte Stromfresser: Dazu gehören Kedumim und Karnei Shomron. Die Bewohner der großen Städte Jerusalem (105) und Tel Aviv (165) indes gehen eher moderat mit Energie um. Im Allgemeinen ist der durchschnittliche Stromverbrauch im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um fast 16 Kilowattstunden pro Monat zurückgegangen. Das Ministerium gibt als Grund dafür die Corona-Pandemie an.

Grenzübergang Taba/Eilat zwischen Ägypten und Israel

Mysteriöser Fall

Drei Israelis in Ägypten verschollen

Die jungen beduinischen Männer seien zum Urlaub ins Nachbarland gereist und dort angeblich aus Gründen der »inneren Sicherheit« festgenommen worden

von Sabine Brandes  29.09.2026

Die Chefs der Oppositionsparteien

Tel Aviv

Israels Opposition schließt Pakt

Eisenkot, Bennett, Lapid, Lieberman und Golan wollen während des Wahlkampfs auf gegenseitige Angriffe verzichten und planen eine »zionistische staatsmännische Regierung«

von Sabine Brandes  29.09.2026

Jerusalem

Gallant spricht über Details der Pager-Operation gegen Hisbollah

Offenbar schöpfte ein Mitglied der libanesischen Terrororganisation Verdacht. Israel sah sich zum Handeln gezwungen

 29.09.2026

Bloomington/Paris

Studie: Keine Grundlage für Apartheid- und Genozidvorwurf gegen Israel

Gunther Jikeli von der Indiana University Bloomington und Philippe Karpe vom französischen Forschungsinstitut CIRAD untersuchten immer wieder erhobene Vorwürfe gegen Israel

 29.09.2026

Jerusalem

Netanjahu reiste offenbar wegen Berichten über Hamas-Warnung nach Abu Dhabi

Hat der israelische Ministerpräsident den Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, gebeten, Medienberichte zurückzuweisen, wonach dieser seinen Jerusalemer Gesprächspartner vor dem 7. Oktober warnte?

 29.09.2026

Terrorismus

»Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf«

Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

von Nina Schmedding  29.09.2026

Niederlande

»Der 7. Oktober, das bin ich«: Student der Uni Maastricht will an Terrorangriff teilgenommen haben

Ein 22-jähriger Palästinenser, der in den Niederlanden studiert, erweckt in einem Instagram-Video den Eindruck, er habe an der Terrorattacke der Hamas auf Israel teilgenommen. Jetzt griff die Hochschule durch

 28.09.2026

Jerusalem/Den Haag

Israel entzieht Niederländern Diplomaten-Pass

Die Niederlande verbieten den Import von Waren aus Siedlungen im Westjordanland. Nun zieht Israel Konsequenzen

 28.09.2026

Tel Aviv

Israel: Entführer von Noa Argamani getötet

Saher Nidal Saqr und andere an den Geiselnahmen beteiligte Terroristen seien bei einem Luftangriff im zentralen Gazastreifen tödlich getroffen worden, teilte die israelische Armee mit

 28.09.2026