Medizin

Schnelltests für Mutationen entwickelt

Mutation des Coronavirus Foto: Getty Images

Die Angst vor den Coronavirus-Varianten geht um. Tests sind heute noch teuer, zeitaufwendig oder lediglich indirekt möglich. Doch jetzt könnte es schon bald schneller und viel günstiger werden: Die Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) hat Testmethoden für die Mutationen aus Großbritannien und Südafrika entwickelt.

VIRUSGENOM Danach wird es nicht mehr Tage, sondern lediglich Stunden dauern, bis das Ergebnis vorliegt, gab die Pressestelle der Universität bekannt. Der derzeitige Standard für Corona-Tests, die Varianten abdecken, ist umständlich, da dafür das gesamte Virusgenom sequenziert wird.

Doch jetzt haben Dr. Karin Yaniv und Dr. Eden Ozer unter der Leitung von Professor Ariel Kushmaro Schnelltests entwickelt. Die RT-qPCR-Tests basieren auf der Streichung von Genen, die dadurch die Varianten von dem originalen Sars-CoV-2-Virus unterscheidet.

»Wir machen weiter mit unseren Forschungen – im Dienste der Menschheit.«

Professor Ariel Kushmaro

Das Team testete die Methode an Abwasserproben der Stadt Beer Sheva. Dabei hatte man Erfolg und fand sowohl die britische als auch die südafrikanische Variante.

ARBEITSGRUPPE Yaniv und Kushmaro gehören zum Labor für Umwelt- und Biotechnologie in der Fakultät für Biotechnologie der BGU. Ozer ist Mitglied der Fakultät für Biowissenschaften. Die Forschung wurde von der Coronavirus-Arbeitsgruppe der Universität und dem israelischen Gesundheitsministerium unterstützt.

»Mein Labor hat während der gesamten Pandemie hart daran gearbeitet, Frühwarn- und Erkennungswerkzeuge zur Verfügung zu stellen. Unsere Methode zur Erkennung von Corona im Abwasser ist bereits erfolgreich bei Pilotversuchen in 14 israelischen Städten angewendet worden«, erläuterte Professor Kushmaro. »Und wir machen weiter mit unseren Forschungen – für den Dienst an der Menschheit.«

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