Israel

Schin Bet verhaftet drei mutmaßliche Iran-Spione

Foto: picture alliance / Bildagentur-online

Drei Israelis sind vom Schin Bet verhaftet worden, weil sie im Auftrag iranischer Geheimdienste sicherheitsgefährdende Aktionen in Israel durchgeführt haben sollen. Das berichtet die »Times of Israel«.

Einer der Verdächtigen, Elimelech Stern, ein 21-jähriger aus Beit Shemesh, soll über die Telegram-App mit einem Nutzerprofil namens »Anna Elena« in Kontakt gestanden haben. Über dieses Profil erhielt Stern Anweisungen, verschiedene Aufgaben auszuführen, wie etwa das Anbringen von Schildern in Tel Aviv, das Verstecken von Geld an verschiedenen Orten in Jerusalem und Tel Aviv sowie das Abliefern von Paketen, die den abgetrennten Kopf eines Tieres oder eine Puppe mit einem Messer und einer Drohbotschaft enthielten, vor den Haustüren israelischer Bürger. Weitere Aufträge umfassten das Anzünden eines Waldes und mehr.

Den Ermittlern zufolge stimmte Stern zu, die meisten dieser Aktivitäten auszuführen, lehnte jedoch Mord und Brandstiftung ab. Der Schin Bet teilte mit, dass Stern in Kryptowährung bezahlt wurde und zwei weitere Israelis rekrutierte, um ihm bei den Aufgaben zu helfen.

»Der Kontakt zu israelischen Bürgern über soziale Netzwerke unter falscher Identität ist eine bekannte Methode der iranischen Geheimdienste«, erklärte der Schin Bet.

Im letzten Jahr wurden zwei Israelis von Spionagevorwürfen für den Iran freigesprochen, während ein dritter in einem damit zusammenhängenden Fall verurteilt wurde. Diese Fälle betrafen Personen mit persönlichen oder familiären Verbindungen zur Islamischen Republik. ja

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

 21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026