Raumfahrt

Rückkehr aus dem All verspätet

Astronaut Eytan Stibbe Foto: Axiom

Raumfahrt

Rückkehr aus dem All verspätet

Wegen schlechten Wetters ist die für Dienstag geplante Rückkehr zur Erde verschoben worden

von Sabine Brandes  20.04.2022 09:49 Uhr

Er könne »noch einen Monat hier verbringen«, sagte Israels zweiter Astronaut, Eytan Stibbe, bei der Abschiedszeremonie. »Es fühlt sich so an, als hätten wir gerade erst angefangen.« Jetzt wird sein Wunsch zumindest ein klein wenig erfüllt. Die Rückkehr der Mannschaft von der Raumstation ISS auf die Erde nach zehn Tagen Aufenthalt ist am Dienstag wegen schlechten Wetters verschoben worden.

NASA hatte SpaceX und Axiom informiert, dass die Verzögerung auf widrige Wetterverhältnisse am geplanten Landepunkt für die »Dragon Endeavour« zurückzuführen sei, die die Mitglieder der ersten privaten Weltraummission nach Hause bringen sollte. Der Shuttle soll an der Küste von Florida landen. Das Unternehmen Axiom erklärte, dass sein Team in Zusammenarbeit mit der NASA und SpaceX »die nächstbeste Gelegenheit für die Rückkehr von Ax-1 prüft«. Bislang ist kein neues Abreisedatum bekannt gegeben worden.

Stibbe las an seinem zusätzlichen Tag aus dem Kinderbuch »Schöne Welt«.

Astronaut Stibbe verbrachte seinen zusätzlichen Tag am himmlischen Firmament damit, das hebräische Kinderbuch Schöne Welt laut vorzulesen, während er in der Schwerelosigkeit schwebte.

FORSCHUNG Der Geschäftsmann und ehemalige Kampfpilot war einer von vier Astronauten, die zu der ersten komplett privat finanzierten Mission starteten, die am nächsten Tag erfolgreich an der ISS andockte. Während ihres Aufenthalts auf der Raumstation hielt sich die Gruppe an einen geregelten Zeitplan, der etwa 14 Stunden pro Tag an Aktivitäten umfasste. Ein Großteil davon war wissenschaftliche Forschung.

Stibbe, der Amerikaner Larry Connor und der Kanadier Mark Pathy haben für die Raketenfahrt jeweils 55 Millionen Dollar bezahlt, berichteten Medien. Die NASA hat die Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Axiom Space und SpaceX als einen wichtigen Schritt zur »Kommerzialisierung der als Low Earth Orbit bekannten Weltraumregion« begrüßt. Die Agentur könne sich auf anspruchsvollere Reisen tiefer in den Kosmos konzentrieren.

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026

Luftfahrt

El Al eröffnet größte koschere Fluglinien-Küche der Welt

El-Al-Chef Levi Halevi sagt, das Projekt sei Teil einer langfristigen Strategie zur Verbesserung des Reiseerlebnisses

 07.05.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Vollständige Koordination« mit den USA zu Iran

Israel bereite sich auf unterschiedliche Entwicklungen vor, sagt der israelische Ministerpräsident. »Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.«

 07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Nachrichten

Licht, Erfolg, Reise

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  06.05.2026

Wahlkampf

Alte Bekannte, neue Bündnisse

Der Kampf um die Sitze in der nächsten Knesset hat begonnen. Eine drusische Partei sorgt für besonderes Aufsehen – und für überraschende Möglichkeiten

von Sabine Brandes  06.05.2026