Nahost

Raketen aus Syrien

Raketenabwehrsystem »Iron Dome« an der Grenze zu Syrien Foto: Flash 90

Kaum ist der Waffenstillstand mit Gaza in Kraft getreten, fliegen Raketen aus Syrien auf Israel. Vier Geschosse sind am Morgen auf die Golanhöhen geschossen worden, bestätigte die israelische Armee. Alle seien vom Raketenabwehrsystem abgefangen worden.

Die Sirenen schrillten in israelischen Gemeinden im Golan und Obergaliläa wenige Minuten vor fünf am frühen Dienstagmorgen. »Doch es hat keine Einschläge gegeben«, betonte ein Sprecher der IDF. Die lokalen Bürgermeister forderten die Bewohner auf, ihrem gewohnten Alltag nachzugehen, da es keinerlei Einschränkungen von der Armee gebe.

sicherheitstreffen Der neu benannte Verteidigungsminister Naftali Bennett will ein Sicherheitstreffen mit dem Stabschef Aviv Kochavi im militärischen Hauptquartier abhalten. Bislang gibt es keine genauen Informationen, wer für den Abschuss der Raketen verantwortlich ist. In israelischen Medien wird spekuliert, dass Teheran dahinterstecken könnte. Premierminister Benjamin Netanjahu äußert sich regelmäßig zu der Bedrohung, die vom Iran ausgeht, da das Regime nach wie vor betont, »Israel auslöschen zu wollen«.

Die Raketen könnten eine Vergeltung aus dem Iran sein.

Vor einer Woche wurde berichtet, dass ein hoher Funktionär des Islamischen Dschihad in Damaskus aus der Luft angegriffen wurde. Einer seiner Söhne starb dabei. Israel bestätigte den Angriff nicht. Doch die Raketen könnten eine Vergeltung aus dem Iran sein.

explosionen Zuerst berichtete die russische Nachrichtenagentur Sputnik, dass kurz nach dem Angriff auf Israel »mindestens vier Explosionen in der Nähe des Flughafens der syrischen Hauptstadt Damaskus gehört wurden«. Anschließend schrieb die syrische Agentur SANA, dass »syrische Abwehrsysteme gegen feindliche Ziele aktiviert worden sind«.

Von Israel gibt es dazu bislang keinen Kommentar. Am Montag hatte die Armee eine überraschende Übung in der Nähe der nördlichen Grenze veranstaltet, um die Bereitschaft zu testen, wie ein Sprecher erklärte.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Dubai

»Fly Dubai«-Kapitän schildert Axt-Angriff: »So wollte ich nicht sterben«

»Beim ersten Schlag dachte ich, dass etwas auf meinen Kopf gefallen wäre«, sagt Smit Machchhar drei Wochen nach dem Anfriff

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026

Mullahs

Iran droht, Israel werde nur noch »verbrannte Erde« sein

Revolutionsgarden sprechen offen über Vernichtung Israels, sollte dessen Energieinfrastruktur angegriffen werden.

von Sabine Brandes  19.10.2026

Westjordanland

Zehn extremistische Siedler nach Gewaltexzess festgenommen

Präsident Isaac Herzog entschuldigt sich bei Opfern. Zugleich fordert eine Menschenrechtsorganisation eine Hotline für Notfälle im Westjordanland

von Sabine Brandes  19.10.2026

Westjordanland

Israels Armee räumt illegale Außenposten im Westjordanland

Als lasch kritisierte Gerichtsurteile gegen radikale Siedler helfen eher Wiederholungstätern als den Sicherheitskräften

 19.10.2026

Belfast

Barack Obama wirft Israel Landraub vor

Der jüdische Staat sei »zu weit gegangen«, sagt der frühere US-Präsident. Die Reaktion der Palästinenser auf die »jüdische Kontrolle über das Gebiet« sei deshalb aus ihrer Sicht nachvollziehbar gewesen

 19.10.2026