Israel

Raketen auf Eilat

Eilat am Roten Meer Foto: Flash 90

Vier Raketen sind in der Nacht zum Donnerstag in Eilat, der israelischen Badestadt am Roten Meer, eingeschlagen. Drei der Geschosse aus dem Sinai im benachbarten Ägypten sind vom Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel« abgefangen worden, eine landete auf offenem Gelände, gab die israelische Armee an.

Es gab keine gemeldeten Schäden und unmittelbaren Verletzten, doch fünf Menschen litten nach Angaben von Rettungskräften unter Angstzuständen. Einer von ihnen wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert. Bislang gibt es noch keine Angaben, dass eine Terrororganisation die Verantwortung für den Angriff übernommen hat. Im Sinai toben seit Längerem blutige Kämpfe zwischen der ägyptischen Armee und verschiedenen Gruppierungen, die sich zum Islamischen Staat und Al Qaida bekennen.

hamas Nur zwei Stunden nach den Einschlägen wurden nach Angaben der regierenden Terrororganisation Hamas im Gazastreifen zwei Palästinenser bei Angriffen auf Tunnel im Gazastreifen getötet. Während die Hamas sofort die Luftwaffe der israelischen Armee verantwortlich machte, äußerte die die Vermutung, dass die Vergeltung stattdessen von Ägyptens Militär ausgegangen sein könnte.

Die Badehochburg am südlichen Zipfel Israels ist nicht nur bei Einheimischen beliebt, die Gäste kommen aus der ganzen Welt, um die 360 Sonnentage im Jahr zu genießen. Derzeit gelten die Hotels in der Stadt als komplett ausgebucht. Eilats Bürgermeister Meir Itzhak Halevi erklärte kurz nach den Einschlägen, dass die Stadt bereits wieder zur Routine zurückgefunden hätte.

Nur wenige Stunden zuvor war eine Mörsergranate aus Syrien in den Golanhöhen im Norden Israels eingeschlagen. Auch hier gab es weder Sach- noch Personenschaden. Das israelische Militär habe mit dem Beschuss einer Armeestellung auf syrischer Seite reagiert.

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026