Israel

Raketen auf Eilat

Eilat am Roten Meer Foto: Flash 90

Vier Raketen sind in der Nacht zum Donnerstag in Eilat, der israelischen Badestadt am Roten Meer, eingeschlagen. Drei der Geschosse aus dem Sinai im benachbarten Ägypten sind vom Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel« abgefangen worden, eine landete auf offenem Gelände, gab die israelische Armee an.

Es gab keine gemeldeten Schäden und unmittelbaren Verletzten, doch fünf Menschen litten nach Angaben von Rettungskräften unter Angstzuständen. Einer von ihnen wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert. Bislang gibt es noch keine Angaben, dass eine Terrororganisation die Verantwortung für den Angriff übernommen hat. Im Sinai toben seit Längerem blutige Kämpfe zwischen der ägyptischen Armee und verschiedenen Gruppierungen, die sich zum Islamischen Staat und Al Qaida bekennen.

hamas Nur zwei Stunden nach den Einschlägen wurden nach Angaben der regierenden Terrororganisation Hamas im Gazastreifen zwei Palästinenser bei Angriffen auf Tunnel im Gazastreifen getötet. Während die Hamas sofort die Luftwaffe der israelischen Armee verantwortlich machte, äußerte die die Vermutung, dass die Vergeltung stattdessen von Ägyptens Militär ausgegangen sein könnte.

Die Badehochburg am südlichen Zipfel Israels ist nicht nur bei Einheimischen beliebt, die Gäste kommen aus der ganzen Welt, um die 360 Sonnentage im Jahr zu genießen. Derzeit gelten die Hotels in der Stadt als komplett ausgebucht. Eilats Bürgermeister Meir Itzhak Halevi erklärte kurz nach den Einschlägen, dass die Stadt bereits wieder zur Routine zurückgefunden hätte.

Nur wenige Stunden zuvor war eine Mörsergranate aus Syrien in den Golanhöhen im Norden Israels eingeschlagen. Auch hier gab es weder Sach- noch Personenschaden. Das israelische Militär habe mit dem Beschuss einer Armeestellung auf syrischer Seite reagiert.

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026