Israel

Raketen auf Eilat

Eilat am Roten Meer Foto: Flash 90

Vier Raketen sind in der Nacht zum Donnerstag in Eilat, der israelischen Badestadt am Roten Meer, eingeschlagen. Drei der Geschosse aus dem Sinai im benachbarten Ägypten sind vom Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel« abgefangen worden, eine landete auf offenem Gelände, gab die israelische Armee an.

Es gab keine gemeldeten Schäden und unmittelbaren Verletzten, doch fünf Menschen litten nach Angaben von Rettungskräften unter Angstzuständen. Einer von ihnen wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert. Bislang gibt es noch keine Angaben, dass eine Terrororganisation die Verantwortung für den Angriff übernommen hat. Im Sinai toben seit Längerem blutige Kämpfe zwischen der ägyptischen Armee und verschiedenen Gruppierungen, die sich zum Islamischen Staat und Al Qaida bekennen.

hamas Nur zwei Stunden nach den Einschlägen wurden nach Angaben der regierenden Terrororganisation Hamas im Gazastreifen zwei Palästinenser bei Angriffen auf Tunnel im Gazastreifen getötet. Während die Hamas sofort die Luftwaffe der israelischen Armee verantwortlich machte, äußerte die die Vermutung, dass die Vergeltung stattdessen von Ägyptens Militär ausgegangen sein könnte.

Die Badehochburg am südlichen Zipfel Israels ist nicht nur bei Einheimischen beliebt, die Gäste kommen aus der ganzen Welt, um die 360 Sonnentage im Jahr zu genießen. Derzeit gelten die Hotels in der Stadt als komplett ausgebucht. Eilats Bürgermeister Meir Itzhak Halevi erklärte kurz nach den Einschlägen, dass die Stadt bereits wieder zur Routine zurückgefunden hätte.

Nur wenige Stunden zuvor war eine Mörsergranate aus Syrien in den Golanhöhen im Norden Israels eingeschlagen. Auch hier gab es weder Sach- noch Personenschaden. Das israelische Militär habe mit dem Beschuss einer Armeestellung auf syrischer Seite reagiert.

Spione

Israels geheime Armee im Iran

Jahrelang lebten sie unauffällig als Zivilisten in der Islamischen Republik – dabei waren sie in Israel ausgebildeten Agenten des Mossad

von Sabine Brandes  01.06.2026

Interview

»Die jüdische Perspektive nach Deutschland bringen«

Der Yad-Vashem-Vorsitzende Dani Dayan über die erste Außenstelle der Gedenkstätte, die Zukunft der Holocaust-Erinnerung und den Kampf gegen Geschichtsverfälschung

von Sabine Brandes  01.06.2026

Internationaler Gerichtshof

Wie Südafrika seine Genozid-Klage gegen Israel in die Länge zieht

Das Haager Weltgericht hat Pretoria eine Frist von 18 Monaten gewährt, um erneut seine Argumente für einen angeblichen Völkermord Israels in Gaza vorzubringen. Israel sieht die Klage hingegen als gescheitert an

von Michael Thaidigsmann  01.06.2026

Tel Aviv

Bericht warnt vor möglichem Einfluss Ben Gvirs auf Polizeiarbeit im Wahlkampf

Die Autoren fordern darin klare Vorgaben, die die Handlungsspielräume der Polizei im Wahlkampf deutlich einschränken

 01.06.2026

Gesundheit

Sprunghafter Anstieg: Immer mehr Israelis rauchen

Viele Konsumenten greifen offenbar verstärkt zur Zigarette, um mit der durch den Krieg verursachten psychischen Belastung umzugehen

 01.06.2026

Westjordanland

Terroranschlag an Bushaltestelle: Zwei Jugendliche verletzt

Nach Angaben der Armee steuert ein Palästinenser sein Fahrzeug in eine Bushaltestelle. Eine 17-Jährige wird schwer verletzt, eine 15-Jährige mittelschwer

 01.06.2026

Kulinarisch

Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

von Sabine Brandes  31.05.2026

Krieg gegen die Hisbollah

Israelische Armee nimmt Burg Beaufort im Südlibanon ein

Die strategische Höhenfestung galt einst als Symbol des Libanonkriegs – nun steht sie wieder unter israelischer Kontrolle

von Sabine Brandes  31.05.2026 Aktualisiert

Blick in die Zukunft

Ehemalige Geisel sucht nach der Hölle die Liebe

Nach 738 Tagen in der Gewalt der Hamas baut Eitan Horn sein Leben neu auf – und wünscht sich Frau und Familie

von Sabine Brandes  31.05.2026