Giro d’Italia

Radrennfahrer und Kamele

Sie sausten wie der Wind. Die Stars des Giro d’Italia haben den Auftakt der Tour in Israel vor jubelndem Publikum absolviert. Die erste Etappe begann in Jerusalem, am zweiten Tag ging es entlang der Küste von Haifa nach Tel Aviv und schließlich von Beer Sheva durch die Wüste bis nach Eilat – inklusive Kamelen am Straßenrand.

Auf allen drei Etappen feuerten Israelis die Athleten mit pinken Wimpeln und bunten Schildern an. Zum ersten Mal fand eine Landesrundfahrt außerhalb Europas statt.

Jerusalem Titelverteidiger Tom Dumoulin gewann die erste Etappe in Jerusalem, der Italiener Elia Viviani fuhr bei den folgenden zwei Etappen als Erster über die Ziellinie. Guillaume Boivin, der für die Israeli Cycling Academy angetreten war, gewann den Zwischensprint in Mitzpe Ramon. Die Sportler fliegen am Montag zurück nach Italien, wo sie einen Tag ausruhen können und das Rennen anschließend fortsetzen.

Laut Tourismusministerium erreichte die Kampagne rund um den Giro d’Italia mit verschiedenen Werbeaktionen, Online-Berichten und den Übertragungen des Rennens auf Eurosport mehr als eine halbe Milliarde Menschen. Tourismusminister Yariv Levin will nach eigenen Angaben »das große Interesse an Israel nutzen und weitere Werbekampagnen, vor allem in Europa, starten«.

Zuvor aber gab es einen kleinen Skandal. Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit ließ eineinhalb Millionen Broschüren zum Giro einstampfen, weil er sie als »Wahlpropaganda« ansah. In dem Faltblatt waren Fotos und Grußworte von Kulturministerin Miri Regev und dem Tourismusminister abgedruckt. Stattdessen wurden anschließend die Radfahrer abgebildet. Der Neudruck kostete den Steuerzahler rund 80.000 Euro.

Rüstung

Ein Iron Dome »Made in Germany«?

Israel hat Deutschland Unterstützung beim Ausbau seiner Luftabwehr angeboten. Man könne sich vorstellen, den Iron Dome nicht nur zu liefern, sondern auch vor Ort zu produzieren, sagt der Chef des Rüstungskonzerns Rafael

von Ralf Balke  16.03.2026

Hisbollah

Irans stärkster Proxy wankt

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz im Libanon, sich von Teheran zu distanzieren

von Sabine Brandes  16.03.2026

Ausnahmesituation

Club Med kostenlos für gestrandete Israelis

Der französische Tourismuskonzern zeigt sich großzügig in Kriegszeiten

von Sabine Brandes  16.03.2026

Krieg

Mullah-Regime soll Angriffe im Weltraum trainiert haben

Israel wirft dem Iran vor, »Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum« zu entwickeln. Die israelische Armee begründet damit einen neuen Angriff auf ein Ziel in Irans Hauptstadt Teheran

 16.03.2026

Krieg

Israel startet »großangelegte Angriffswelle« auf Iran

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge erneut Ziele unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran. Nachrichten von dort dringen nur noch langsam nach außen

 16.03.2026

Iran-Krieg

Israelische Armee beginnt Bodenoffensive im Libanon

Das israelische Militär geht eigenen Angaben auch am Boden gegen die Hisbollah vor. Einem Bericht zufolge wurden zuletzt auch Dutzende Mitglieder der Terror-Miliz bei Kämpfen am Boden getötet

 16.03.2026

Iran-Krieg

Chameneis Regierungsflieger in Teheran zerstört

Der Flughafen Mehrabad in Teheran war in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel israelischer Bombardierungen. Nun melden Israels Streitkräfte die Zerstörung eines Regierungsfliegers

 16.03.2026

Terror

Israel sieht neue Terrorgruppe hinter Anschlägen auf Synagogen in Europa

Die israelische Regierung findet Hinweise auf eine koordinierte Einschüchterungskampagne. Verbindungen der Terroristen zu proiranischen Netzwerken werden vermutet

 16.03.2026

EXKLUSIV

»Es geht nicht mehr«: Andreas Büttner verlässt die Linkspartei

Nach einem Beschluss der Linken in Niedersachsen war für Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten das Maß voll: Er tritt aus der Partei aus

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026