Israel

Quarantäne-Auflagen für Reiserückkehrer ausgeweitet

Ben Gurion Airport soll nicht mehr angeflogen werden Foto: Flash 90

Wegen massiv steigender Corona-Neuinfektionen müssen in Israel unter anderem auch Reiserückkehrer aus Deutschland ab Mittwoch sieben Tage in Quarantäne. Dies gelte auch für Geimpfte und Genesene, hatte die Regierung vergangene Woche mitgeteilt. Deutsche und andere ausländische Individualtouristen dürfen unterdessen weiterhin nicht nach Israel einreisen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 400 - das erste Mal seit Ende März. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

ZAHLEN Seit Anfang Juni steigen die Infektionszahlen in Israel wieder deutlich an. Am Mittwoch meldete das Ministerium 5755 neue Infizierte für den Vortag. Am Montag waren es erstmals seit einem halben Jahr mehr als 6000 festgestellte Infektionen an einem Tag gewesen. Für den Neuanstieg wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht, die als besonders ansteckend gilt.

Medienberichten zufolge plant die Regierung angesichts der steigenden Infektionszahlen weitere Beschränkungen für Versammlungen. Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene bedeutet, soll demnach auf alle Bereiche der Wirtschaft für alle Personen ab drei Jahren ausgedehnt werden. Die Regierung hat bereits mit einem möglichen erneuten Lockdown gedroht, sollten die Menschen nicht Versammlungen vermeiden und sich vermehrt impfen lassen.

In Israel sind mehr als 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis vollständig geimpft. Israel hat bereits als erstes Land weltweit damit angefangen, Menschen ab dem Alter von 60 Jahren eine dritte Impfung anzubieten. Hintergrund sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Effektivität nicht wissenschaftlich erhoben seien. dpa

Meinung

Rotes Fähnchen der Linken im antizionistischen Wind

Linken-Parteichef Jan van Aken bagatellisiert den Beschluss seiner Genossen in Niedersachsen zu Israel. Damit dürfte er nicht durchkommen

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Rüstung

Ein Iron Dome »Made in Germany«?

Israel hat Deutschland Unterstützung beim Ausbau seiner Luftabwehr angeboten. Man könne sich vorstellen, den Iron Dome nicht nur zu liefern, sondern auch vor Ort zu produzieren, sagt der Chef des Rüstungskonzerns Rafael

von Ralf Balke  16.03.2026

Hisbollah

Irans stärkster Proxy wankt

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz im Libanon, sich von Teheran zu distanzieren

von Sabine Brandes  16.03.2026

Ausnahmesituation

Club Med kostenlos für gestrandete Israelis

Der französische Tourismuskonzern zeigt sich großzügig in Kriegszeiten

von Sabine Brandes  16.03.2026

Krieg

Mullah-Regime soll Angriffe im Weltraum trainiert haben

Israel wirft dem Iran vor, »Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum« zu entwickeln. Die israelische Armee begründet damit einen neuen Angriff auf ein Ziel in Irans Hauptstadt Teheran

 16.03.2026

Krieg

Israel startet »großangelegte Angriffswelle« auf Iran

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge erneut Ziele unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran. Nachrichten von dort dringen nur noch langsam nach außen

 16.03.2026

Iran-Krieg

Israelische Armee beginnt Bodenoffensive im Libanon

Das israelische Militär geht eigenen Angaben auch am Boden gegen die Hisbollah vor. Einem Bericht zufolge wurden zuletzt auch Dutzende Mitglieder der Terror-Miliz bei Kämpfen am Boden getötet

 16.03.2026

Iran-Krieg

Chameneis Regierungsflieger in Teheran zerstört

Der Flughafen Mehrabad in Teheran war in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel israelischer Bombardierungen. Nun melden Israels Streitkräfte die Zerstörung eines Regierungsfliegers

 16.03.2026

Terror

Israel sieht neue Terrorgruppe hinter Anschlägen auf Synagogen in Europa

Die israelische Regierung findet Hinweise auf eine koordinierte Einschüchterungskampagne. Verbindungen der Terroristen zu proiranischen Netzwerken werden vermutet

 16.03.2026