Israel

Proteste gegen homophoben Erziehungsminister

In der Kritik: Rafi Peretz (M.) Foto: Flash90

Mehrere israelische Schulen haben am Sonntag gegen Äußerungen des nationalreligiösen Erziehungsministers protestiert, der Homosexualität indirekt als unnatürlich eingestuft hatte. Einige Einrichtungen hielten Unterrichtsstunden zum Thema Toleranz ab, wie Medien berichteten. Auch schwule und lesbische Lehrer hätten protestiert.

Erziehungsminister Rafi Perez, ein orthodoxer Rabbiner, hatte in einem am Freitag veröffentlichten Interview auf die Frage geantwortet, was er tun würde, wenn eines seiner Kinder eine »andere sexuelle Ausrichtung« hätte: »Gott sei dank sind meine Kinder auf natürliche und gesunde Weise aufgewachsen. Sie bauen ihre Häuser auf der Basis jüdischer Werte.« Als normale Familie definierte er eine »mit Mann und Frau«.

Im vergangenen Jahr hatte der Minister von der Siedlerpartei bereits mit Äußerungen über die »Umpolung« Homosexueller für Empörung gesorgt. Er sprach sich damals für umstrittene Konversionstherapien für Homosexuelle aus, rückte aber später nach heftigen Protesten wieder davon ab.

Israels offen schwuler Justizminister Amir Ochana verurteilte auch Peretz‘ neue Äußerungen und schrieb bei Twitter, sie spiegelten nicht die Position der Regierung wider. »Ich bin in einer gesunden, guten und liebenden Familie aufgewachsen, und so wachsen auch meine Kinder und die Kinder vieler Homosexueller im ganzen Land auf, die sich auf dem ganzen politischen Spektrum befinden.«  dpa

Tel Aviv

Israel führt drastische Warnhinweise auf Tabakprodukten ein

Künftig müssen sämtliche Zigarettenverpackungen mit großflächigen Schockbildern versehen sein

 03.08.2026

Wirtschaft

Israel plötzlich auf Platz zwei des Big-Mac-Indexes

Wie viel kostet ein Big Mac in Israel, in den USA und in Deutschland? Was sagt dieser Vergleich aus?

 03.08.2026

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären.«

 02.08.2026

Street-Art

Jeden Tag ein neues Gesicht

In Tel Aviv zeugen unzählige Graffitis von dem, was die Stadt und ihre Menschen bewegt. Eine Tour

von Valentin Suckut  02.08.2026

Kommentar

Sánchez’ alter, antisemitischer Trick

Wer trägt die Verantwortung für die jüngste Katastrophe in Ceuta? Ausnahmsweise wohl nicht »die Zionisten«

von Rafael Seligmann  02.08.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 02.08.2026

Wahlkampf

Der Anti-Bibi

Erstmals führt Gadi Eizenkot mit seiner Partei Jaschar die Wahlumfragen an. Wer ist der überraschende Top-Herausforderer?

von Joshua Schultheis  01.08.2026

Meinung

Die Vereinten Nationen und ihre obsessive Fixierung auf den jüdischen Staat

Warum der Staatengemeinschaft ihre Heuchelei und Doppelmoral eher früher als später zum Verhängnis werden wird

von Daniel Neumann  01.08.2026

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026