Italien

Polizei verhaftet Fatah-Zelle nahe Rom

Italienische Polizisten haben drei palästinensische Terrorverdächtige festgenommen (Symbolbild). Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die italienische Polizei hat in L’Aquila, einer Stadt nordwestlich von Rom, drei Palästinenser verhaftet. Die Männer stehen im Verdacht, Terroranschläge in Israel, im Westjordanland, aber auch in Italien geplant zu haben.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Anan Kamal Y. (36), Ali Saji I. (30) und Mansour D. (29). Die Männer sollen geplant haben, eine italienische Untergruppe der Al-Aqsa-Brigaden, des militärischen Arms der Fatah, zu gründen, und standen darüber hinaus mit Munir Almadagh, dem Chef der Brigaden, in Kontakt. In einer Mitteilung von Almadagh an Anan Y. wurde das Trio als »Selbstmordgruppe« bezeichnet.

So wollte das Terror-Trio offenbar eine Autobombe in Avnei Hefetz, einer Siedlung im Westjordanland, zünden, wie »La Repubblica« berichtet. Zudem soll geplant gewesen sein, Waffen zu kaufen, um einen Terroranschlag in Italien zu verüben. Der Anschlag sollte sogar live gestreamt werden. »Nächste Woche werden Kameras für euch ankommen, die ihr auf Gewehren, Hüten und Schutzwesten anbringen sollt, (...) damit jeder Kampf und jeder Schuss gefilmt wird«, heißt es in einer internen Kommunikation der Gruppe.

Die drei Männer waren den Ermittlern zufolge nach L’Aquila gezogen, weil sie nicht nur fernab vom Westjordanland, sondern auch von Rom leben wollten. L’Aquila liegt rund 120 Kilometer von der italienischen Hauptstadt entfernt.

Anan Kamal Y. gilt als Kopf der Gruppe. Der heute 36-Jährige wurde 2003 Mitglied der Fatah. Zwei Jahre später kam er in ein Gefängnis nach Jericho, aus dem er wenig später ausbrechen konnte. Y. wurde jedoch gefasst und für vier weitere Jahre inhaftiert. Später suchte er in Norwegen, Finnland und Schweden Schutz. Erst 2017 kam der Terrorverdächtige nach Italien. Nun droht ihm die Ausweisung nach Israel. nko

Israel

Netanjahu macht Krebsbehandlung öffentlich

Der Ministerpräsident wurde wegen eines bösartigen Prostatatumors behandelt

 24.04.2026

Tel Aviv

El Al baut Flugverkehr wieder aus: 40 Ziele bis nächste Woche

Nach Angaben der Fluglinie soll das Angebot im Laufe des Monats weiter wachsen. Es sei denn, die Sicherheitslage verändert sich wieder

 24.04.2026

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026