Rom

Papst empfängt Benjamin Netanjahu

Benjamin Netanyahu bei seinem Treffen mit Papst Franziskus Foto: Flash 90

Papst Franziskus hat am Montag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu empfangen. Bei der Begegnung sei auch über einen möglichen Besuch des Papstes im Heiligen Land im nächsten Jahr gesprochen worden, hieß es nach der Audienz. Ein Termin für die Reise stehe jedoch noch nicht fest, da dieser auch mit anderen Besuchsstationen in Jordanien und den Palästinensergebieten abgestimmt werden müsse, teilte der Vatikan mit. Italienischen Medienberichten zufolge ist für Mai 2014 eine entsprechende Reise geplant.

Ein weiteres Thema der ersten Begegnung zwischen dem Papst und dem israelischen Regierungschef war den Angaben zufolge der Friedensprozess in Nahost. Dabei sei die Hoffnung geäußert worden, dass es bald zu einer gerechten und dauerhaften Lösung komme, die die Rechte von Israelis und Palästinensern respektiere.

Beziehungen Bei der 25-minütigen Unterredung in der Privatbibliothek im Apostolischen Palast ging es den Angaben zufolge ebenfalls um die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Israel und den staatlichen Behörden des Landes. Beide Seiten wünschen demnach, dass die seit den 90er-Jahren andauernden Verhandlungen über die Umsetzung des Grundlagenvertrags zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl rasch abgeschlossen werden. Dabei geht es vor allem um offene Rechts- und Eigentumsfragen.

Der israelische Ministerpräsident schenkte dem Papst eine von seinem Vater verfasste Geschichte der spanischen Inquisition. Anschließend traf er mit dem neuen vatikanischen Staatssekretär Pietro Parolin zusammen.

audienz Nachdem der Papst bereits den israelischen Präsidenten Schimon Peres und den Präsidenten der Palästinenserbehörde, Mahmud Abbas, in Audienz empfangen hatte, hatte vor wenigen Wochen ein von Israel angekündigter, aber offenbar noch nicht abgestimmter Termin für die Netanjahu-Visite im Vatikan für Irritationen gesorgt.

Bereits am Sonntag hatte Netanjahu zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta die römische Hauptsynagoge besucht. Letta hatte dabei vor einem Erstarken rassistischer und antisemitischer Tendenzen unter dem Druck der Wirtschaftskrise gewarnt. epd

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026