EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 47 Sitze

Rom

Papst empfängt Benjamin Netanjahu

Benjamin Netanyahu bei seinem Treffen mit Papst Franziskus Foto: Flash 90

Papst Franziskus hat am Montag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu empfangen. Bei der Begegnung sei auch über einen möglichen Besuch des Papstes im Heiligen Land im nächsten Jahr gesprochen worden, hieß es nach der Audienz. Ein Termin für die Reise stehe jedoch noch nicht fest, da dieser auch mit anderen Besuchsstationen in Jordanien und den Palästinensergebieten abgestimmt werden müsse, teilte der Vatikan mit. Italienischen Medienberichten zufolge ist für Mai 2014 eine entsprechende Reise geplant.

Ein weiteres Thema der ersten Begegnung zwischen dem Papst und dem israelischen Regierungschef war den Angaben zufolge der Friedensprozess in Nahost. Dabei sei die Hoffnung geäußert worden, dass es bald zu einer gerechten und dauerhaften Lösung komme, die die Rechte von Israelis und Palästinensern respektiere.

Beziehungen Bei der 25-minütigen Unterredung in der Privatbibliothek im Apostolischen Palast ging es den Angaben zufolge ebenfalls um die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Israel und den staatlichen Behörden des Landes. Beide Seiten wünschen demnach, dass die seit den 90er-Jahren andauernden Verhandlungen über die Umsetzung des Grundlagenvertrags zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl rasch abgeschlossen werden. Dabei geht es vor allem um offene Rechts- und Eigentumsfragen.

Der israelische Ministerpräsident schenkte dem Papst eine von seinem Vater verfasste Geschichte der spanischen Inquisition. Anschließend traf er mit dem neuen vatikanischen Staatssekretär Pietro Parolin zusammen.

audienz Nachdem der Papst bereits den israelischen Präsidenten Schimon Peres und den Präsidenten der Palästinenserbehörde, Mahmud Abbas, in Audienz empfangen hatte, hatte vor wenigen Wochen ein von Israel angekündigter, aber offenbar noch nicht abgestimmter Termin für die Netanjahu-Visite im Vatikan für Irritationen gesorgt.

Bereits am Sonntag hatte Netanjahu zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta die römische Hauptsynagoge besucht. Letta hatte dabei vor einem Erstarken rassistischer und antisemitischer Tendenzen unter dem Druck der Wirtschaftskrise gewarnt. epd

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026