Nahost

Bewegende Hilfe von Mutter zu Mutter

Die Palästinenserin verletzte sich bei einem Unfall schwer und wurde in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht. (Symbolfoto) Foto: Flash 90

Es war eine ebenso ungewöhnliche wie bewegende Hilfe von Mutter zu Mutter: Eine Palästinenserin verletzte sich bei einem Unfall schwer und wurde in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht. Ihr vier Monate altes Baby schrie vor Hunger - und wollte kein Fläschchen nehmen, wie die Hadassah-Klinik mitteilte.

Daraufhin habe eine jüdische Krankenschwester das Kind kurzerhand an die eigene Brust gelegt und gestillt. »Ich habe sofort gesehen, wie hungrig die Kleine war«, erzählte die Krankenschwester Jael Cohen, die selbst ein einjähriges Kleinkind hat.

Sie habe die Tante des Babys aber zuvor um Erlaubnis gebeten. Die Schwester der Verletzten sagte den Angaben zufolge: »Wir waren sehr erleichtert, als das Baby nach mehreren Stunden Hunger und Weinen endlich getrunken hatte.« Sie seien der Krankenschwester sehr dankbar.

»Nicht jede Frau hätte das getan, es ist nicht leicht, ein Kind zu stillen, das nicht das eigene ist.« Nun hoffe man auf die rasche Genesung der Mutter, die bei dem Unfall nahe Hebron im Westjordanland am Samstag mehrere Knochenbrüche erlitten habe. dpa/ja

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026