Knesset

Neuwahlen bestätigt

Neuwahlen: Im Januar wird ausgezählt. Foto: Flash 90

Das Parlament ist aufgelöst – es braucht ein neues Parlament. So oder ähnlich tönt es wohl in den nächsten Tagen auf den Fluren der Knesset in Jerusalem. Das Kabinett stimmte jetzt vorgezogenen Neuwahlen zu und bestätigte damit, was Premierminister Benjamin Netanjahu bereits vor einigen Tagen angekündigt hatte.

Auch der Termin steht fest. Am 22. Januar wird die israelische Bevölkerung aufgefordert, sich an die Urnen zu begeben, um ihre Stimme für die 19. Knesset abzugeben. Als Grund hatte Netanjahu auf einer Pressekonferenz angegeben, den Haushalt in der jetzigen Koalition nicht durchzubekommen. Dies könnte großen Schaden für die Wirtschaft darstellen, was er nicht zulassen wolle. »Es geht um nationale Interessen – und die kommen vor allen anderen.«

Mitte-links Viele führende Politiker hatten den Schritt begrüßt, darunter Innenminister Eli Yishai, Israel-Beiteinu-Chef und Außenminister Avigdor Lieberman sowie die Vorsitzende der Arbeitspartei (Awoda), Scheli Jachimowitsch.

In Umfragen steht Netanjahu weit vor allen anderen Kandidaten, keiner scheint das Ansehen des Likud-Mannes in der Öffentlichkeit derzeit ankratzen zu können. Die Opposition könnte sich allerdings zu einem großen Mitte-Links-Bündnis zusammenschließen, meinen Politexperten, welches durchaus eine ernsthafte Gefahr für den jetzigen Premier darstellen würde. Dazu könnten Awoda, Kadima sowie die neue Partei des charismatischen Ex-Journalisten Yair Lapid, Atid, zählen.

Lesen Sie mehr dazu in der Printausgabe.

Meinung

Die Isaac Accords – Kooperation statt Symbolik

Im Gegensatz zu den Abraham Accords geht es bei dem Vertrag zwischen Argentinien und Israel nicht um eine Normalisierung der Beziehungen, sondern um eine Vertiefung. Gerade darin liegt seine politische Logik

von Carsten Ovens  22.04.2026

Berlin

Israelischer Starkoch auf den Spuren seiner deutschen Großmutter

Schnitzel - das klingt erst einmal sehr deutsch. Dieses Schnitzel allerdings kommt anders daher. Ein Besuch im Berliner Restaurant »Berta«, das ein israelischer Starkoch nach seiner deutschen Großmutter benannt hat

von Nina Schmedding  22.04.2026

Jerusalem

Klima-Forscher: Teile Israels könnten unbewohnbar werden

Israelische Klimaforscher sagen, der südliche Arava-Raum, Eilat sowie das Jordantal seien besonders gefährdet

 22.04.2026

Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Radikale Siedler haben Berichten zufolge in einem Dorf palästinensischen Besitz in Brand gesteckt. Mehrere Menschen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden

 22.04.2026

Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Eine Reservistin sagt dem Sender KAN, Häftlinge hätte vor ihr masturbiert und ihr erniedrigende Blicke zugeworfen. Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar

 22.04.2026

Tel Aviv

Mutter von Hersh Goldberg-Polin veröffentlicht Buch über Kampf für ihren Sohn

Sie habe vor allem die Wahrheit erzählen wollen, sagt Rachel Goldberg-Polin – und diese sei »sehr hässlich«

 22.04.2026

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026