Archäologie

Neues ältestes Tor entdeckt

Israelische Archäologen bei der Arbeit (Symbolfoto) Foto: Copyright (c) Flash 90 2021

Archäologen in Israel haben ein rund 5500 Jahre altes Stadttor ausgegraben. Der israelischen Altertumsbehörde (IAA) zufolge handelt es sich dabei um das älteste Tor, das bisher im heutigen Israel entdeckt wurde.

Durch die Entdeckung müsse der Beginn der Urbanisierung in dem Gebiet neu überdacht werden, teilte die Behörde am Dienstag mit. Das Tor sei in der Ausgrabungsstätte Tel Erani im Süden Israels bei Arbeiten vor einer geplanten Verlegung von Wasserleitungen gefunden worden.

»Dies ist das erste Mal, dass ein so großes Tor aus der Frühbronzezeit freigelegt wurde«, sagte die IAA-Ausgrabungsleiterin Emily Bischoff. Für die Errichtung des Tors mussten demnach Steine von weit her gebracht, Lehmziegel hergestellt und die Befestigungsmauern gebaut werden.

»Dies wurde nicht von einer oder wenigen Personen geleistet. Das Befestigungssystem ist ein Beweis für die soziale Organisation, die den Beginn der Urbanisierung darstellt«, sagte Bischoff.

Erkenntnis Bisher gingen Experten mit der Entdeckung des bisher ältesten bekannten Tors davon aus, dass die Urbanisierung des Gebiets vor etwa 5200 Jahren begann.

»Es ist wahrscheinlich, dass alle Passanten, Händler oder Feinde, die in die Stadt eindringen wollten, durch dieses beeindruckende Tor gehen mussten«, sagte IAA-Forscher Martin-David Pasternak, dessen Fachgebiet die Bronzezeit ist. Das Tor habe nicht nur die Siedlung geschützt, »sondern vermittelte auch die Botschaft, dass man eine wichtige, starke Siedlung betrat, die politisch, sozial und wirtschaftlich gut organisiert war«. dpa

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert