Jerusalem/New York

Netanjahu kritisiert Ban Ki-moon

Ban Ki-moon und Benjamin Netanjahu (v.l.) Foto: Flash 90

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon scharf für dessen Äußerungen kritisiert, es sei »in der menschlichen Natur« unterdrückter Völker, auf Unterdrückung zu reagieren.

»Die Worte des Uno-Generalsekretärs verleihen dem Terror Auftrieb. Für Terror gibt es keine Rechtfertigung«, sagte Netanjahu laut Medienberichten. Die Vereinten Nationen hätten »längst ihre Neutralität und moralische Kraft verloren«. Die Kommentare des UN-Generalsekretärs trügen wenig dazu bei, dies zu ändern.

In der Nahostdebatte des UN-Sicherheitsrates hatte Ban Ki-moon am Dienstag die Raketenangriffe militanter Gruppen aus dem Gazastreifen gegen Israel verurteilt und ein Ende der Hetze gefordert.

Zweistaatenlösung Gleichzeitig sagte er aber: »Wie unterdrückte Völker seit jeher demonstriert haben, liegt es in der menschlichen Natur, auf Besatzung zu reagieren.« Israel solle seine Bautätigkeit in den Siedlungen im besetzten Westjordanland einfrieren und gemeinsam mit den Palästinensern verhindern, »dass eine Zweistaatenlösung für immer entweicht«.

Israels stellvertretende Außenministerin Tzipi Hotovely (Likud) schloss sich Netanjahus Kritik an Ban an. Dessen Worte, so Hotovely, rechtfertigten weitere Terroranschläge. »Ob in Paris oder Otniel, der Terror ist der gleiche Terror«, so Hotovely. Yair Lapid, Vorsitzender der oppositionellen Partei »Jesch Atid«, erklärte ebenfalls, Terror gegen unschuldige Menschen lasse sich nicht rechtfertigen. ja

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert