Nahost

Netanjahu: Iran lagert Präzisionsraketen im Jemen

Sanaa, Hauptstadt des Jemen Foto: imago

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Iran beschuldigt, im Jemen ein Präzisionsraketen-Arsenal aufzubauen. Teheran wolle auch von dort aus Israel erreichen können, sagte Netanjahu bei einem Treffen mit US-Finanzminister Steven Mnuchin am Montag in Jerusalem.

»Der Iran bemüht sich nun, Präzisionswaffen zu entwickeln, Raketen, die jeden Ort im Nahen Osten mit einer Zielgenauigkeit von fünf bis zehn Metern treffen können.« Teheran wolle diese Waffen im Irak und in Syrien stationieren und Libanons Arsenal von 130.000 Raketen in Präzisionswaffen umwandeln. Teheran habe bereits damit begonnen, diese im Jemen zu stationieren, sagte Netanjahu.

Israel ist der Erzfeind Nummer eins des Irans. Die Auslöschung Israels und die »Befreiung Palästinas« gehören seit 40 Jahren zur außenpolitischen Doktrin des Irans.

Der Ministerpräsident traf am Montag auch den Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in Jerusalem. Kushner ist mit der Ausarbeitung eines Nahost-Friedensplanes für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern beauftragt.  dpa/ja

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026