Gideon Saar

Netanjahu-Herausforderer spricht sich gegen Palästinenserstaat aus

Likud-Politiker Gideon Saar Foto: imago

Gideon Saar

Netanjahu-Herausforderer spricht sich gegen Palästinenserstaat aus

Der Politiker tritt am 26. Dezember bei der Wahl des neuen Likud-Vorsitzenden gegen den Premier an

 16.12.2019 10:49 Uhr

Der parteiinterne Herausforderer des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat der Idee eines unabhängigen Palästinenserstaates eine Absage erteilt. Gideon Saar (53) habe eine Zwei-Staaten-Lösung als »Illusion« bezeichnet, berichtete die »Times of Israel« am Montag.

Saar tritt am 26. Dezember bei einer Wahl des Vorsitzenden der Likud-Partei gegen den 70-jährigen Netanjahu an. Dabei gelten die Chancen Netanjahus trotz einer Korruptionsanklage gegen ihn immer noch als besser. Mehrere Likud-Abgeordnete unterstützten aber inzwischen Saar.

Die Zwei-Staaten-Lösung sei eine Illusion, betont Likud-Politiker Saar.

GESCHEITERT »Auf der ganzen Welt sagen sie, eine Zwei-Staaten-Lösung bleibe der Weg zu einem Abkommen« mit den Palästinensern, sagte Saar dem Bericht zufolge am Sonntagabend. »Ich muss sagen: Dies ist keine hilfreiche Position. Zwei Staaten sind eine Illusion.« Die gescheiterten Friedensgespräche mit den Palästinensern seien der Beweis dafür, sagte Saar.

Saar warf Netanjahu vor, er habe die Idee einer Zwei-Staaten-Lösung durch »endlose Konzessionen« an den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas verewigt. Er bezog sich dabei auch auf Netanjahus Bar-Ilan-Rede aus dem Jahre 2009, in der dieser sich für einen entmilitarisierten Palästinenserstaat ausgesprochen hatte. Inzwischen ist aber auch Netanjahu von der Idee abgerückt.  dpa

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik.«

 23.10.2026

Westjordanland

Netanjahu macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Fünf Menschen wurden bei einem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, die beiden Attentäter erschossen. Sie sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Greift Israel den Iran vor den Wahlen an? Jetzt spricht Armee-Chef Zamir

Medien geben Einblick in den Inhalt einer vertraulichen Besprechung hochrangiger Militärs

 23.10.2026

Israel

Der lange Weg zum Frieden

Von Re’im bis Majdal Shams: Eine Reise durch ein Land, das jeder zu kennen meint

von Sophie Albers Ben Chamo  23.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026