Korruptionsprozess

Netanjahu bestreitet Vorwürfe

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Bezirksgericht in Jerusalem (Februar 2021) Foto: POOL

Fast neun Monate nach Beginn des Korruptionsprozesses gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu ist der 71-Jährige wieder vor Gericht erschienen. In Begleitung seiner Anwälte kam er am Montag in den Saal in Jerusalem und trug dabei wegen der Corona-Pandemie eine schwarze Maske.

Vor Gericht wies der Ministerpräsident die Vorwürfe des Betrugs, der Untreue und Bestechlichkeit erneut zurück. Er hatte Polizei und Staatsanwaltschaft zuvor vorgeworfen, sie hätten die Anklage gegen ihn »fabriziert«. Netanjahu nahm etwa zwanzig Minuten an der Sitzung teil. Seine Anwälte kündigten an, Verfahrensfehler geltend zu machen.

DEMONSTRATION Vor dem Bezirksgericht in Jerusalem demonstrierten Gegner Netanjahus lautstark. Er selbst hatte seine Anhänger aufgefordert, wegen der Pandemie nicht zu kommen.

Die Sitzung sollte ursprünglich bereits im Januar stattfinden, wurde jedoch wegen eines Corona-Lockdowns verschoben.

WAHL Parlamentspräsident Jariv Levin forderte vor der neuen Sitzung, die Beweisaufnahme im Prozess gegen Netanjahu bis nach der Parlamentswahl am 23. März zu verschieben.

Anderenfalls drohe eine »Einmischung der Justiz in den Wahlprozess«, sagte Levin, Mitglied von Netanjahus rechtskonservativer Likud-Partei, nach Medienberichten. Israel wählt bereits zum vierten Mal binnen zwei Jahren. dpa

Jerusalem

»Wir tun unser Bestes, um zivile Opfer zu vermeiden«

Israels Premier Netanjahu: Israel versucht, mit großer Präzision gegen Hamas zurückzuschlagen

 16.05.2021

Givat Zeev

Unglück am Abend von Schawuot

Tribüne in Synagoge stürzt ein – ersten Berichten zufolge werden zwei Beter getötet, rund 50 zum Teil schwer verletzt

 16.05.2021 Aktualisiert

Terror

3000 Raketen in sechs Tagen

Auch am Abend des Wochenfestes ging der Beschuss aus Gaza weiter. In Aschkelon wurde eine Synagoge getroffen

von Sabine Brandes  16.05.2021

Gaza

Haus von Terror-Chef Al-Sinwar getroffen

Das Gebäude in Chan Junis diente als militärische Infrastruktur der Hamas

 16.05.2021

Keren Hayesod

»Europa ist sehr wichtig für uns«

Der Vorsitzende der Hilfsorganisation lobt die Solidarität mit Israel, kritisiert aber die unfaire Berichterstattung in den Medien

von Michael Thaidigsmann  16.05.2021

Terror

Woher bekommt die Hamas ihre Raketen?

Und wie lange werden die Angriffe noch andauern? Eine Analyse

 16.05.2021

Terror

Raketenhagel auf Aschdod

Die palästinensische Terrororganisation Hamas feuert in der Nacht zu Sonntag weitere Raketen auf Israel

 16.05.2021

Nahost

55-jähriger Israeli stirbt durch Hamas-Raketenterror

Wochenende unter Dauerbeschuss: Auch im Zentrum schlagen wieder etliche Raketen aus dem Gazastreifen ein

von Sabine Brandes  16.05.2021 Aktualisiert

Terror

Déjà-vu im Raketenhagel

Ich stehe im Treppenhaus unseres Hauses in Tel Aviv, die Sirenen schrillen, über mir knallt es laut, und ich denke an meine Tochter

von Sabine Brandes  14.05.2021