Israel

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Da freut sich die Versicherung. Foto: Flash 90

Betrug
Wegen Betrugs in Millionenhöhe sind sieben Personen im Norden des Landes verhaftet worden. Drei weitere wurden zu Verhören abgeführt. Sie alle werden verdächtigt, zu einem betrügerischen Verbund zu gehören, der Versicherungen geprellt hat. Die Betreffenden sollen Autounfälle fingiert und dann die Erstattungen kassiert haben. Insgesamt sollen mehr als Hundert Verdächtige vernommen werden, berichtete der TV-Kanal 10. Dazu gehören auch Inhaber von Werkstätten und Gutachter. Die verdeckten Ermittlungen umfassten rund 100 Einsatzkräfte und dauerten mehrere Monate.

Lokal
Er will nicht nur Sterne einheimsen, sondern auch für Verständigung zwischen den Kulturen sorgen. Der israelische Chefkoch Moshik Roth, der in Amsterdam ein Michelin-ausgezeichnetes Restaurant betreibt, hat jetzt sein erstes Lokal in der arabischen Stadt Baqa al-Gharbiya für den arabischen Sektor eröffnet. In seiner Kette »Eight« gibt es allerdings weniger Top-Gourmetkost, sondern günstiges Fast Food in hoher Qualität. Jede Speise kostet acht Schekel (rund 1,85 Euro), auf der Karte stehen vor allem Burger und Beilagen. »Ich bin glücklich, dass ich die Chance bekommen habe, Menschen und Kulturen durch das Interesse am Essen zusammenzubringen«, verkündete Roth bei der Eröffnung freudig.

Anschlag
Ein Elektroingenieur aus dem Gazastrei-
fen ist in Malaysia erschossen worden. Fadi Albatsh wurde in den frühen Morgenstunden am Samstag von zwei Angreifern auf einem Motorrad angegriffen, gab die Polizei in dem asiatischen Land an. Albatsh war Dozent am Britisch-Malaysischen Institut der Universität Kuala Lumpur. Die Hamas erklärte, dass eines ihrer »loyalsten Mitglieder« getötet worden sei. Der Tote war ein Verwandter des ranghohen Hamas-Offiziellen Khaled Albatsh. Der beschuldigte den israelischen Geheimdienst Mossad, den Anschlag verübt zu haben, und forderte die Behörden in dem Land auf, eine Untersuchung einzuleiten. Die Polizei gab bereits an, dass die Angreifer »weiße Männer mit europäischen Gesichtszügen« gewesen seien.

Hochzeit

Schüsse bei arabischen Hochzeiten sind in Israel nichts Außergewöhnliches. Doch was am vergangenen Sonntag bei der Heirat von Beduinen geschah, ging den Behörden definitiv zu weit. Sie nahmen den Bräutigam und zwei weitere Männer fest. Bei der Feier innerhalb eines Wohngebietes waren Hunderte von Schüssen aus Maschinengewehren abgefeuert worden. Es sei eine regelrechte Schießerei gewesen, bei der aus mehreren fahrenden Autos gefeuert wurde, berichten Augenzeugen. Videos von dem Geschehen in der Beduinenstadt Segev Shalom im Negev gingen anschließend durch die sozialen Netzwerke. Oft werden die Waffen aus Armeebasen im Süden des Landes gestohlen, geben die Behörden an.

Geburtstag
Er machte Alija am doppelten Geburtstag: seinem und dem Israels. Yisrael Helprin aus New York erblickte genau vor 70 Jahren das Licht der Welt, als der israelische Staat ausgerufen wurde. Seine Eltern benannten ihn danach. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Bella zieht Helprin von Monsey im Staat New York nach Ramat Beit Schemesch, wo eine der Töchter mit ihrer Familie lebt. »Seit meiner Geburt habe ich eine sehr starke Verbindung zum Staat Israel«, so Helprin nach seiner Ankunft, »aber dieses Jahr wird der Höhepunkt meiner Reise durchs Leben sein. Ich werde ein israelischer Bürger an meinem und Israels Geburtstag. Ein besseres Geschenk könnte ich mir nicht vorstellen.«

Protest
Sie fordern, dass der »Crime Minister« seinen Hut nimmt, und schrieben das auf ihre Plakate, die sie in die Höhe hielten. Rund 4000 Israelis demonstrierten am Samstagabend in Tel Aviv gegen Korruption und die geplanten Beschränkungen des Obersten Gerichts seitens der Regierung. »Hände weg vom Gericht«, stand ebenfalls auf einigen Schildern. Die Regierung arbeitet derzeit Gesetzesvorschläge aus, die den Einfluss der Richter massiv beschneiden würden. Politiker der Opposition meinen, dass Netanjahu und seine Koalition damit die Demokratie weiter unterminieren wollen. Auf dem Rabinplatz vor der Stadtverwaltung skandierten die Demonstranten: »Bibi – Time’s up!« und »Bibi, geh nach Hause!«. In Jerusalem protestierten einige Hundert vor dem Gebäude des Obersten Gerichts gegen die Einmischung der Regierung in dessen Entscheidungen.

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