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Klaus Schwab Foto: dpa

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Forschung, Hilfe, Ehre

von Sabine Brandes  19.06.2017 18:11 Uhr

Ehre
Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab ist von der Universität Haifa mit der Ehrendoktorwürde im Bereich Philosophie ausgezeichnet worden. Besonders Schwabs Engagement für die internationale Gemeinschaft und die Gründung des World Economic Forum wurden damit gewürdigt. Universitätspräsident Ron Robin erklärte, Schwab sei ein Vorbild in Sachen Führungskraft und Visionen. »Er gehört ohne Zweifel zu den außergewöhnlichsten Individuen unserer Zeit.« Schwab betonte in seiner Rede, das »Stakeholder-Prinzip« bedeute Dialog, Interaktion und das gemeinsame Suchen nach Lösungen. »Ein gutes Beispiel dafür, was es erreichen kann, ist das Pariser Klimaabkommen. Leider wird das nun infrage gestellt.«

Forschung

Der Handel mit Marihuana blüht. Deshalb soll die Forschung ausgeweitet werden. Die israelische Regierung wird dafür in Zusammenarbeit mit dem Volcani Center das erste Gewächshaus zu wissenschaftlichen Zwecken aufbauen. Neben den allgemeinen Vorteilen von Cannabis soll dort die Wirksamkeit der Pflanze bei der Krebs- und Alzheimerbehandlung sowie bei entzündlichen Krankheiten erforscht werden. 100 verschiedene Arten von Marihuana werden zu diesem Zweck nach Israel importiert. In der ersten Phase des Projekts werden rund eineinhalb Millionen Euro investiert.

Hilfe
Der Knesset-Ausschuss für die Rechte der Holocaust-Überlebenden hat einige Entscheidungen verabschiedet, die es erleichtern sollen, diese Rechte umzusetzen. Die Gruppe untersuchte die Schwierigkeiten, die Überlebende haben, und kündigte an, diese aus dem Weg zu räumen. Zunächst sollen keine zusätzlichen Formulare mehr ausgefüllt werden müssen, um weitere Pflegestunden zu beantragen. Zudem sollen Schoa-Überlebende bei Bewerbungen um öffentlichen Wohnraum an die oberste Stelle der Warteliste rücken. Insgesamt soll die Bürokratie verringert werden. Beim nächsten Treffen des Komitees soll die Erhöhung der Hilfsleistungen diskutiert werden.

Einweihung
Premierminister Benjamin Netanjahu ehrte die jüdische Gemeinschaft Griechenlands, als er bei der Einweihung des Holocaust-Museums in Thessaloniki sprach. »Die Nazis zerstörten 95 Prozent dieser stolzen und außergewöhnlichen Gemeinde. Wir erinnern an den Verlust dieser Menschen und betonen gleichzeitig, dass dies nie wieder geschehen darf«, so der Premier. Netanjahu besuchte das Land zu einem Gipfeltreffen mit den Staatsoberhäuptern von Griechenland und Zypern.

Herz
Wissenschaftler vom Weizmann-Institut in Rechovot haben ein Molekül in den Herzen von Neugeborenen entdeckt, das wahrscheinlich für den Prozess der Erneuerung des Herzmuskels verantwortlich ist. Das Molekül mit dem Namen Agrin scheint Muskelreparatur zu ermöglichen. Etwas, das noch nie außerhalb des Mutterleibes dokumentiert wurde. Eldad Tzahor vom Weizmann-Institut, der für die Studie verantwortlich ist, erläuterte, der Heilungsprozess für geschädigte Herzen sei für gewöhnlich lang und ineffizient. Die Entdeckung könnte in medizinischer Hinsicht bahnbrechend sein. Herzkrankheiten sind noch immer weltweit Todesursache Nummer eins.

Ansteckung
Eine ansteckende Hautkrankheit breitete sich in der vergangenen Woche in einer Militärbasis im Süden Israels aus. Mehr als 100 Soldaten beklagten sich über extremes Hautjucken. 65 von ihnen wurden nach Hause geschickt, die restlichen in der Basis behandelt, damit sie keine weiteren Personen anstecken. Medizinteams der Armee rückten an, um zu entscheiden, wie man mit dem Problem umgehen soll, dazu gehörten auch mehrere Dermatologen. Proben wurden an das Tel-Haschomer-Krankenhaus geschickt, um die Ursache zu identifizieren. Inzwischen vermutet die Armee jedoch, dass einige der Soldaten gelogen haben, um eine Freistellung zu bekommen.

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

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