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Streetart für Bono Foto: Screenshot JA

Pfad
Die Regierung hat den Plan für einen Trans-Israel-Pfad abgesegnet. Dieser Touristen-Trail soll einmal längs und einmal quer durch das Land führen. Zehn Millionen Schekel (etwa 2,5 Millionen Euro) sollen in das Projekt investiert werden. »Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung«, sagt Tourismusminister Yariv Levin, »denn die historischen Besucherzahlen verlangen nach mehr Attraktionen und Vorzügen, um Israel zu erkunden«. Die Pfade sollen vor allem die Landschaft und die kulturelle Vielfalt des Heiligen Landes hervorheben – von den Wasserquellen im Norden bis zur Wüste im Süden. Auf diese Weise sollen die Sehenswürdigkeiten auch anders erlebt werden können, etwa durch eine Wanderung von einer heiligen Stätte zur nächsten.

Algen
Es ist nicht jedermanns Geschmack. Doch die Start-up-Firma Seakura ist überzeugt: Mit Seetang kann die Welt gerettet werden. Denn das grünliche Wassergewächs, glauben die Firmenbetreiber, könne den Mangel an Nahrung weltweit beenden. Seakura hat neben seiner Zentrale in Herzliya bereits Filialen in den Niederlanden, Belgien sowie Großbritannien eröffnet und arbeitet seit zehn Jahren nicht nur daran, Algen als »echtes Nahrungsmittel« anzupreisen, sondern verbessert zudem deren Eigenschaften, indem es die Menge an Fasern, Protein und Eisen verdoppelt. Außerdem züchtet Seakura organischen Meertang außerhalb des Meeres im Zentrum Israels. Doch der neueste Coup ist eine geplante Algen-Bäckerei in Netanya, in der Brot und Brötchen bald grünlich schimmern sollen.

Kostüm
Es geht um ein Piratenkostüm. Der israelische Student Michael Afanasyev will zur mündlichen Verteidigung seiner Doktorarbeit mit Augenklappe und charakteristischem Hut antreten. Die Universität in Delft, an der er studiert, jedoch erlaubt das nicht. Daraufhin reichte der 38-Jährige Beschwerde beim holländischen Vermittler für Menschenrechte ein. Der will den Fall tatsächlich anhören. Denn: Afanasyev gehört dem sogenannten Pastafarianismus an. Dessen Anhänger zelebrieren die Verulkung von Institutionen und Religionen. Die »Kirche des fliegenden Spaghettimonsters« wurde 2016 in Holland tatsächlich als religiöse Institution anerkannt – obwohl sie traditionelle Religionen als unlogisch ansieht.

Video
In nur einer Woche ein Musikvideo zu produzieren, ist schwer. Doch eines für die Mega-Band U2 hinzubekommen, sicherlich ein fast unmögliches Unterfangen. Denn natürlich soll für die Weltstars alles perfekt sein. Doch die Streetart-Künstler »Broken Fingaz« aus Haifa ließen sich nicht einschüchtern, als Universal Music bei ihnen anrief und fragte, ob sie einen Film zu dem neuen U2-Song »American Soul« drehen wollen. Prompt kontaktierte die Gruppe Regisseur Adam Alboher, und in vier »wilden Tagen« drehten sie in Haifa, London und Rajasthan – bis das Video im Kasten war. »Es war eine ziemlich irreale Erfahrung«, meinten sie später, aber sie seien »wahnsinnig stolz« auf das Ergebnis.

Geld
Reuven Rivlin macht sich für Frauenrechte stark. Als die Vorsitzende der Bank of Israel, Karnit Flug, dem Präsidenten die neuesten Geldscheine präsentierte, freute der sich, dass »jetzt Gleichberechtigung in Israels Währung herrscht«. Auf den 20er- und 100er-Noten sind die Lyrikerinnen Rachel Bluwstein und Leah Goldberg zu sehen. Rivlin zitierte anschließend auf seiner Facebook-Seite Bluwstein – »O mein Kinneret. Warst du da oder habe ich nur geträumt?« – und betonte, wie wichtig die Gleichstellung der Geschlechter ist.

Ziegen
Ab sofort dürfen Schwarze Ziegen (auch Syrische Ziegen genannt) wieder in Israel gezüchtet werden. In den 50er-Jahren waren sie wegen ihres unbändigen Appetits aus den Wäldern verbannt worden. Doch jetzt soll das Tier wieder eingebürgert werden. Denn mittlerweile weiß man, dass das dichte Unterholz bei Feuern brennt wie Zunder. Und Schwarze Ziegen fressen mit Vorliebe dieses Unterholz. Jamal Zahalka (Vereinigte Liste), der die Wiedereinführung durch einen Gesetzesentwurf ermöglichte, glaubt, dass dies auch den arabischen Bauern zugutekomme, die früher diese mediterrane Rasse gezüchtet haben.

Spion
Der libanesische Schauspieler Ziad Itani ist in Beirut verhaftet worden. Er wird verdächtigt, ein Spion für Israel zu sein. Angeblich habe Itani über Facebook eine Frau kennengelernt, die er zunächst für eine Schwedin gehalten habe. Später stellte sich allerdings heraus, dass dahinter ein israelischer Sicherheitsoffizier steckte, berichtet eine Zeitung, die der Terrororganisation Hisbollah nahesteht. Itani soll daraufhin begonnen haben, hochrangige Politiker im Libanon auszuspionieren und die Informationen an Israel weiterzugeben, heißt es. Die Israelis wollten angeblich wissen, wie man mit dem plötzlichen Rücktritt des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in dem Land umgehe. Der Schauspieler soll die Vorwürfe zugegeben haben.

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