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Die Schlüpfsaison hat begonnen. Foto: Flash 90

Babys
Im Mai und Juni legen sie ihre Eier in den Sand, im August schlüpfen die Babys. Israelische Tierschutzorganisationen machen darauf aufmerksam, dass die Schlüpfsaison für Schildkröten in Israel begonnen hat. Die Kleinen müssen es von ihren Nestern im Sand bis ins rettende Wasser schaffen. Wenn sie auf sich allein gestellt sind, schaffen es viele nicht durch die Gefahren, denen sie auf ihrem beschwerlichen Weg ausgesetzt sind. Daher schickt die Natur- und Parkbehörde Helfer, die die Schildkrötenwinzlinge in Sicherheit bringen. Außerdem transportieren sie Nester in geschützte Gegenden oder in Inkubationszentren.

Schließung
In einem Präzedenzfall entschied das Tel Aviver Bezirksgericht in der vergangenen Woche, dass Stripclubs in Israel nicht als Unterhaltung angesehen werden können. Richterin Michal Agmon Gonen urteilte, der betreffende Stripclub, gegen den geklagt worden war, müsse schließen. Er ist seit 24 Jahren in der Gegend der Diamantenbörse im Tel Aviver Vorort Ramat Gan angesiedelt. Sie argumentierte, dass die Gegend zwar Unterhaltungsetablissements erlaube, Stripclubs jedoch nicht als solche angesehen werden könnten – selbst wenn die Frauen es freiwillig täten. »Sexuelle Unterhaltung darf nicht dazu führen, dass Frauen zu Objekten werden, um sexuelle Erregung herbeizuführen. Das ist in keinem Fall Unterhaltung, sondern eine Verletzung der Menschenwürde«, meint die Richterin. Andere Clubs dieser Art fürchten nun, dass das Urteil als Vorlage für weitere Schließungen dienen könnte.

Rettung
Die Polizei hat ein 14-jähriges Mädchen davor bewahrt, verheiratet zu werden. Der angehende Bräutigam, dessen Alter mit Mitte 20 angegeben wurde, sowie der Vater des Mädchens wurden vorläufig festgenommen, später jedoch in Hausarrest entlassen. Die Hochzeitsgesellschaft hatte sich bereits in einer Festhalle in der Stadt Lod versammelt, als die Polizei kam und alle nach Hause schickte. Die Beteiligten gehören zur ultraorthodoxen jüdischen Strömung der Breslauer Chassiden. Der Vater ist Rabbiner in der Gemeinde. Das Sozialamt erklärte später, dass die illegale Heirat des Kindes zunächst verhindert wurde, es jedoch keine Möglichkeit gebe, die Eltern davon abzuhalten, sie zu einem späteren Zeitpunkt an einem geheimen Ort doch noch durchzuführen.

Hand
Nach zehn langen schmerzhaften Jahren operierten israelische Ärzte Muhammad Taluli aus dem Gazastreifen an seiner Hand. Die sah aus, als wüchsen aus ihr zahllose Äste und Stöcke. Tatsächlich handelte es sich bei der extrem seltenen Erkrankung um Lewandowsky-Lutz-Dysplasie, auch als »Baummann-Syndrom« bekannt, das zu Krebs führen kann. Dabei wuchern Tumore an einem Körperteil. Der leitende Chirurg Michael Chernofsky vom Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem erklärte, dass es keinerlei Dokumentation dazu in den Medizinbüchern gab. »Obwohl ich viel Erfahrung mit komplizierten Fällen habe, habe ich so etwas noch nie gesehen.« Der 42-jährige Mann wurde introvertiert, schämte sich und wollte seine Hand niemandem zeigen. Er hielt sie jahrelang verdeckt. Nachdem weder Ärzte in Gaza, dem Westjordanland noch Ägypten Taluli helfen konnten, wandte er sich an Israel. »Die Experten hier im Hadassah waren die Einzigen, die mir helfen konnten«, bedankte sich der Patient. »Ich fange jetzt ein neues Leben an.«

Schädling
Die israelischen Ernten sind von Schädlingen bedroht. Die Europäische Union warnte jetzt, dass einige landwirtschaftliche Exporte aus Israel Anfang 2018 beschränkt werden könnten, sollte Jerusalem nicht mehr gegen den Falschen Apfelwickler (Cryptophlebia) unternehmen. Das Landwirtschaftsministerium sagte in einer Erklärung, dass verschiedene klimatische Schwankungen in der Gegend es erschweren, diese Mottenart zu vernichten, einschließlich der Tatsache, dass der Falsche Apfelwickler ganzjährig aktiv ist. Er greift mehr als 70 Sorten an, darunter Zitrusfrüchte, Granatäpfel, Avocado, Mango, Baumwolle, Mais und anderes.

Einkauf
Viele Israelis hatten sich auf ein Mega-Shoppingerlebnis gefreut. Als der amerikanische Einzelhändler Target in einer speziellen Werbekampagne im August ankündigte, 48 Stunden lang keine Lieferkosten nach Israel zu berechnen, hatte er nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet. Mehr als 20.000 Pakete sollen in dieser kurzen Zeit bestellt worden sein, heißt es aus der Zentrale des Anbieters. Viel zu viel, meinte Target dann und kündigte den Deal im Nachhinein auf. Die Käufer sind nun enttäuscht. Zwar wurden kleinere Sendungen verschickt, die anderen aber storniert. Mehrere Kunden in Israel erhielten dadurch nur Teile ihrer Bestellungen oder gingen ganz leer aus.

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