Stella Maris

Nach Übergriffen: Israels Präsident Herzog besucht Kloster in Haifa

Israels Präsident Herzog Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Nach Beschwerden über Übergriffe auf ein Kloster in Haifa hat Israels Staatspräsident die christliche Einrichtung als Zeichen der Solidarität besucht.

Präsident Isaac Herzog sagte am Mittwoch beim Besuch des Karmelitenklosters Stella Maris, es habe in den vergangenen Monaten schwerwiegende Übergriffe auf Christen im Heiligen Land gegeben. Er sei gekommen, um die Verpflichtung des Staates Israel gegenüber der Religionsfreiheit zu bekräftigen.

Konfrontationen Die örtlichen Christen beschweren sich nach Medienberichten seit längerem über Provokationen durch streng religiöse Juden, die am Ort des Klosters in Haifa das Grab eines Propheten vermuten und dort beten wollen. Dabei kam es im vergangenen Monat auch zu Konfrontationen.

»Wir müssen die Mitglieder aller Religionen respektieren«, erklärte Herzog. »Unsere Brüder und Schwestern, christliche Bürger, fühlen sich an ihren Orten des Gebets, auf ihren Friedhöfen, auf der Straße angegriffen«, sagte der Präsident. »Ich sehe dies als ein extremes und inakzeptables Phänomen.« Solche Angriffe müssten aufhören, betonte er.

Polizeichef Kobi Schabtai, der den Präsidenten bei dem Besuch begleitete, sagte: »Die israelische Polizei ist in einer Reihe von Bereichen aktiv, um die Vorfälle und Trends zu stoppen, die für uns alle das Gefühl der Sicherheit bedrohen.« Herzog und Schabtai trafen in dem Kloster mit einer Reihe christlicher Würdenträger zusammen.

Christen hatten zuletzt vor allem in Jerusalem vermehrt unter Anfeindungen zu leiden. Zu Jahresbeginn wurde etwa ein protestantischer Friedhof von zwei jüdischen Teenagern beschädigt. Christen sind in Israel eine sehr kleine Minderheit, sie machen nur knapp zwei Prozent der rund zehn Millionen Bürger aus. dpa

Ramle

Magische Bootsfahrt unter der Erde

In einer versteckten Zisterne unter der Stadt schippert man durch 1200 Jahre Geschichte

von Sabine Brandes  17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Jerusalem

Während des Krieges: Israels Militär setzte auf großes Juristenteam

Kommandeuren standen während der Kämpfe bis zu 130 Juristen zur Seite, um operative Entscheidungen rechtlich abzusichern

 17.02.2026

Jerusalem

Hamas soll binnen zwei Monaten entwaffnet werden – sonst neue Offensive in Gaza

Wann die Frist beginnen soll, ist noch unklar

 17.02.2026

Jerusalem

Israel plant Sondertribunal für Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

Nach Angaben der Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara soll die Militärstaatsanwaltschaft die Verfahren führen, nicht die zivile Staatsanwaltschaft

 17.02.2026

Gazastreifen

Krankenhaus in Khan Younis weist Vorwürfe von »Ärzte ohne Grenzen« zurück

Die Organisation berichtet von bewaffneten Männern im Nasser-Krankenhaus – die Klinik widerspricht

 16.02.2026 Aktualisiert

Bericht

Emojis sollen Startsignal für Hamas-Massaker gewesen sein

Geheime Emoji-Codes lösten tödliche Angriffe aus: Wie Hamas-Terroristen am Vorabend des 7. Oktober 2023 über simple Symbole zum Überfall auf Israel mobilisiert wurden

 16.02.2026

Entwicklung

Jerusalem soll erstmalig seit 1967 über grüne Linie wachsen

Die jüngsten Siedlungspläne der Regierungskoalition sorgen für Kritik im In- und Ausland

von Sabine Brandes  16.02.2026

Gaza

Israelische Armee: Hamas nutzte Nasser-Krankenhaus als Kommandozentrale

Die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit, die Hamas zu entwaffnen, betonen die Streitkräfte

 16.02.2026