Jerusalem

Millionen-Plan für die Kotel

Die Zugänglichkeit soll erleichtert werden. Foto: Flash90

Jerusalem

Millionen-Plan für die Kotel

Israelische Regierung will in Infrastruktur und Bildung investieren

von Sabine Brandes  17.01.2022 09:36 Uhr Aktualisiert

Das israelische Kabinett hat ein Vorhaben angenommen, das einen Millionen-Plan für die Kotel vorsieht. Der Fünfjahresplan soll Infrastruktur sowie Bildung rund um das jüdische Heiligtum modernisieren und den Tourismus fördern.

MILLIONEN Der Plan wurde von Premierminister Naftali Bennett am Sonntag vorgestellt. Er ist mit mehr als 30 Millionen Euro angelegt. Der Haushaltsrahmen wird vom Büro des Premierministers sowie von den Ministerien für Verteidigung, Finanzen, Bildung, Inneres, Verkehr, Tourismus, öffentliche Sicherheit, Kultur und Sport, Alija und Integration sowie Innovation, Wissenschaft und Technologie zugewiesen.

Als heilige Stätte für das jüdische Volk und als eine der bekanntesten historischen und archäologischen Stätten der Welt pilgern Millionen von Betern sowie Touristen aus dem ganzen Land und aller Welt zur Klagemauer in Jerusalem. Zwischen den Jahren 2015 und 2020 stieg die Zahl der Besucher von zehn auf zwölf Millionen.

Es ist ein altbekanntes Problem, dass kaum Parkplätze vorhanden sind.

Gleichsam gilt das Areal des Tempelberges, zu dem die 2000 Jahre alte Mauer gehört, als ein politisches Pulverfass. Mehrfach waren bei archäologischen Ausgrabungen, Bauarbeiten – oder lediglich der Planung von Vorhaben – gewalttätige Unruhen ausgebrochen. Oberhalb der Kotel liegt die Al-Aksa-Moschee, eines der größten Heiligtümer des Islam.

Die Ziele des angekündigten Plans sind unter anderem die Modernisierung von Verkehrsinfrastrukturen und -diensten. Es ist ein altbekanntes Problem, dass die Kotel für Fahrzeuge schwer zu erreichen ist und Parkplätze, besonders für Reisebusse, in der Nähe praktisch nicht vorhanden sind.

BILDUNG Außerdem sollen neue Bildungspläne entwickelt werden, mit besonderem Fokus auf die Bedürfnisse von Schülern, Neuzuwanderern und Soldaten. Weiterhin soll die Kotel verstärkt über neue technologische Plattformen zugänglicher gemacht werden.

»Die Klagemauer ist eine der heiligsten und wichtigsten Stätten des jüdischen Volkes. Millionen von Menschen von überallher besuchen sie ständig. Der Fünfjahresplan, den die Regierung genehmigte, wird die dringende Infrastruktur an der Stätte weiter verbessern und helfen, Massen von zusätzlichen Besuchern anzulocken«, so Premier Bennett.

Nahost

Wasserversorgung für Gaza: Israel widerspricht UNRWA

Die UNO-Unterorganisation nennt die Versorgung »eingeschränkt und verschmutzt«, während die Behörde COGAT von »falschen Narrativen« spricht und Zahlen vorlegt

 30.03.2026

Erklärung

Geplante Todesstrafe: Europäische Minister appellieren an Israel

Vier europäische Außenminister warnen: Eine Ausweitung der Todesstrafe in Israel könnte nicht nur Menschenrechte verletzen, sondern auch das Vertrauen in demokratische Prinzipien erschüttern

 30.03.2026

Atlanta/Tel Aviv

Nach Vorfall mit CNN-Team: IDF suspendieren Bataillon

Generalstabschef Eyal Zamir spricht von einem »schwerwiegenden ethischen Vorfall«, der nicht mit den Werten der Armee vereinbar sei

 30.03.2026

Israel

Atomreaktor als Ziel

Ein Angriff des Iran am vergangenen Wochenende hat in Arad und Dimona 175 Menschen verletzt. Laut Staatsmedien in Teheran hatten die Raketen einen Atomreaktor in der Nähe zum Ziel – als Vergeltung für Angriffe auf die iranische Uran-Anreicherungsanlage

von Ralf Balke  29.03.2026

Jerusalem

Kirchenvertreter in Jerusalem am Zutritt zur Grabeskirche gehindert

Der höchste katholische Vertreter wurde am Palmsonntag daran gehindert, an der Messe teilzunehmen. Italien reagiert und will den israelischen Botschafter einberufen. Inzwischen hat die israelische Polizei ihr Vorgehen verteidigt

 29.03.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Bereiten die USA eine Bodenoffensive vor?

US-Medien berichten über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen. Teheran reagiert und droht »Bestrafung« an

 29.03.2026

Meinung

Deutsche Nahostpolitik: Es ist Zeit für einen Kurswechsel

Die wirtschaftliche Dynamik der Abraham-Abkommen ist längst sichtbar. Deutschland sollte diese Initiative nicht begleiten, sondern anführen, fordert der CEO von ELNET

von Carsten Ovens  29.03.2026

Iran-Krieg

Angriff auf Residenz von Präsident Barsani im Nordirak

Eine Attacke trifft die Residenz von Präsident Barsani im Irak. Die USA machen »Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak« verantwortlich. Zuletzt hatte der Iran Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert

 29.03.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Huthi greifen erneut Israel an – Iran droht US-Universitäten

Die jemenitische Miliz beschießt Eilat, iranische Elitestreitkräfte drohen mit »Vergeltungsmaßnahmen« an US-Universitäten in der Region, und Pakistan versucht zu vermitteln – die Übersicht am Sonntagmorgen

 29.03.2026