Fußball

Manuel Neuers Nachfolger ist Israeli

Torwart Daniel Peretz Foto: picture alliance / DeFodi Images

Israels Fußball ist weiter auf dem Vormarsch. Am Mittwoch wurde bestätigt, dass der Tel Aviver Torhüter Daniel Peretz zum FC Bayern München wechselt.

Noch diese Woche soll er einen langfristigen Vertrag unterschreiben und wird damit der erste israelische Spieler in der Geschichte der Bundesliga, der für den deutschen Rekordmeister spielt.

MILLIONEN Für seinen Transfer vom Club Maccabi Tel Aviv wurde ein Fünf-Millionen-Euro-Vertrag über fünf Jahre vereinbart, wie unter anderem die »Bild«-Zeitung und der italienische Transferexperte Fabrizio Romano bestätigten.

Peretz wurde in Israel nach der U21-Europameisterschaft in diesem Jahr als Hoffnungsträger für den heimischen Fußball gefeiert, da er dem blau-weißen Team zu ihrem historischen Einzug ins Halbfinale verhalf.

Der Transfer eines Kickers von einem israelischen Team zu einem der größten Fußballimperien wird in der Tageszeitung Jediot Acharonot als »unglaublich, aber nicht überraschend« bezeichnet. Denn der erst 23-jährige Peretz kann schon heute auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er stach bereits heraus, als er das Maccabi-Tel Aviv-Trikot trug und bei 100 Einsätzen für den Club 43-Mal ohne Gegentreffer blieb.

Der Transfer eines Kickers von einem israelischen Team zu einem der größten Fußballclubs wird in Israel als »unglaublich aber nicht überraschend« bezeichnet.

Bayern München, der Bundesliga-Serienmeister, habe lange nach einem Ersatztorhüter gesucht, nachdem Yann Sommer zu Inter Mailand transferiert wurde. Peretz soll einem Torwart-Team beitreten, zu dem auch Topstar Manuel Neuer gehört, der fünfmalige FIFA-Torhüter des Jahres. Der 37-jährige hatte sich im Dezember beim Skifahren schwer verletzt. Es wird erwartet, dass der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in den kommenden Wochen auf den Platz zurückkehrt.

Der Israeli Peretz sei zunächst als Ersatz für Sven Ulreich (35) vorgesehen, der aktuell Neuer im Bayern-Tor vertritt. Doch er werde als Mann der Zukunft gesehen und soll von Neuer und Ulreich lernen, schreiben die dpa und viele Fußball-Experten.

TRAINING Peretz, der sich derzeit in Slowenien aufhält, wird am Donnerstag noch Maccabis Spiel gegen Celje in den Conference League Playoffs bestreiten, bevor er nach München reist, wo er sich medizinischen Untersuchungen unterziehen und mit dem Training für sein neues Team beginnen wird.

Der blonde Goalie hat übrigens einen deutschen Pass durch seine Vorfahren. Und, wenn man Gerüchten in Israel Glauben schenken möchte, auch ein neues Date.

Vielleicht werden die deutschen Fußballfans bald die derzeit erfolgreichste Sängerin Israels auf den Rängen sehen: Noa Kirel, die den dritten Platz bei der Eurovision mit ihrem Hit »Unicorn« holte. Vielleicht feuert sie Peretz ja samt rot-weißem Schal im Stadion an.

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Iran-Krieg

Israel vermeldet insgesamt 31 Kriegstote und 7500 Verletzte

Nach der Waffenruhe zieht Israel eine erste Bilanz des Krieges mit dem Iran – die IDF spricht von einer erfolgreichen Kampagne

 10.04.2026

Iran-Krieg

Hält die Waffenruhe?

In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. Doch vorab gibt es bereits Streit über wichtige Punkte

 10.04.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime gewaltsam begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Haifa

Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026