Israel

Los, Ekel, Geburtstag

Omer Atzili, Stürmer von Maccabi Haifa Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

ekel
Statt Appetit hat es Ekel bei den Verbrauchern hervorgerufen. In Israel gab es mehrere Fälle, bei denen Käufer in Tüten mit gefrorenem Gemüse von Sunfrost, das zu Tnuva gehört, Teile von Tieren entdeckten. Eine Frau fand eine tote Maus, ein Mann Schlangenstücke. Zunächst hatte sich Tnuva angeblich geweigert, die Produkte zurückzurufen. Nach Berichten in israelischen Medien hieß es am Freitag, dass dies nun doch geschehen werde. Der Fernsehkanal zwölf gab an, das Gesundheitsministerium habe mit einer Anhörung in dieser Angelegenheit gedroht. »Nach einem Gespräch mit dem Gesundheitsministerium und in Übereinstimmung mit den Richtlinien wird Sunfrost die entsprechenden Chargen des Produkts aus den Regalen nehmen«, so das Unternehmen.

drohne
Ein United-Airlines-Flug von New York nach Tel Aviv wurde am Samstagmorgen umgeleitet, nachdem eine kleine private Drohne den Weg der Maschine gekreuzt hatte. Die israelische Flughafenbehörde erklärte, die Drohne sei als potenzielle Gefahr eingestuft worden, was zu der Entscheidung führte. Die Polizei ermittelt jetzt, wer die Drohne im verbotenen Luftraum in der Nähe des Flughafens Ben Gurion bediente. In der Vergangenheit war es bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Die Flugobjekte sind heute schon in den Händen von Kindern zu sehen und in Israel allgegenwärtig.

geburtstag
Zwei Jahre ist es her, dass die Golfstaaten Bahrain und Vereinigte Arabische Emirate mit Israel Frieden schlossen. Es folgten Marokko und der Sudan. Die sogenannten Abraham-Abkommen ebneten den Weg zur Normalisierung zwischen den Nationen. Innerhalb von vier Monaten unterzeichnete Israel diplomatische Abkommen mit allen Ländern, Direktflüge gibt es heute von Tel Aviv nach Abu Dhabi, Dubai, Manama, Casablanca und Marrakesch. Minister und führende Persönlichkeiten aus den Ländern besuchen sich und unterzeichnen eine Vereinbarung nach der anderen. Vielleicht das Wichtigste: Endlich lernen sich auch die Menschen aus den verschiedenen Ländern bei gegenseitigen Urlauben kennen.

los
Die israelische Fußballmannschaft Maccabi Haifa hat bei der Auslosung der Gruppenphase von Europas größtem Fußballwettbewerb ein schweres Los gezogen. Doch die Fans sind begeistert. Denn dadurch kommen europäische Top-Vereine nach Israel: Paris Saint-Germain, der italienische Club Juventus Turin und das portugiesische Team Benfica. Sie bringen Stars wie Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappe mit. Maccabi Haifa wird im Herbst in der Champions League gegen die Mannschaften zu Hause und auswärts spielen. Zwei Tage zuvor hatte sich der Club einen Platz in der europäischen Spitzentabelle gesichert, nachdem er den ehemaligen Europameister, das serbische Team Red Star Belgrade, besiegt hatte. Haifa ist damit das erste israelische Team seit 2009, das die Gruppenphase der Champions League erreichte.

pillen
Einer israelischen Untersuchung zufolge scheint die Covid-19-Pille von Pfizer jüngeren Erwachsenen wenig Nutzen zu bringen. Allerdings fanden die Wissenschaftler heraus, dass sie das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Tod durch eine Infektion für Senioren mit hohem Risiko verringert. Demzufolge reduziere »Paxlovid« die Krankenhauseinweisungen bei Menschen ab 65 Jahren um etwa 75 Prozent, wenn das Medikament kurz nach der Infektion verabreicht wurde. Das stimmt mit früheren Ergebnissen überein, die zur Zulassung in verschiedenen Ländern führten. Bei Menschen zwischen 40 und 65 Jahren gab es nach der Analyse von Krankenakten keinen messbaren Nutzen. Die Studie war mit 109.000 Patienten von verschiedenen Krankenkassen durchgeführt worden. Es existierte keine Kontrollgruppe.

urlaub
Seit Anfang August reisen täglich 2.000 Arbeitnehmer aus Jordanien jeden Morgen nach Israel ein, um in den Hotels der Region Eilat zu arbeiten. Das ist das Ergebnis einer Quotenerhöhung, die vom Tourismusminister angeregt worden war, um den Service vor Ort zu verbessern. Personalmangel in unterschiedlichsten Positionen sei eines der drängendsten Probleme für die Hotelbetriebe, besonders in der Hochsaison, gibt das Ministerium an. Es sei äußerst schwierig, israelische Arbeitskräfte zu rekrutieren, weiß Minister Yoel Razvozov: »Doch dank dieser Regelung werden die Urlauber ab sofort einen besseren Service erleben. Einen, der mindestens dem Preis des Urlaubs entspricht.«

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