Israel

Loriot-Sketch geht viral

Vicco von Bülow, aka Loriot auf seiner grünen Couch Foto: dpa

Ein Loriot-Sketch in hebräischer Übersetzung, der perfekt zu Schwierigkeiten der Corona-Heimquarantäne passt, macht in Israel in sozialen Medien die Runde.

Feierabend In dem Sketch »Feierabend« des deutschen Humoristen geht es um einen Mann, der zu Hause nur in Ruhe in seinem Sessel sitzen will und sich offensichtlich nach Stille sehnt. »Ich will hier nur sitzen«, sagt er. Doch seine Ehefrau redet immer wieder auf ihn ein, während sie geschäftig in der Küche rumort. Zum Schluss platzt dem Mann der Kragen.

https://www.youtube.com/watch?v=Iuobpte4ndQ

Der in Israel beliebte Schauspieler Dror Keren, der die Rolle des Mannes spricht, teilte den hebräischen Sketch bei Facebook und schrieb: »Wann hätten wir dafür Zeit an normalen Tagen?«

Risikogruppe Zu dem Inhalt des Sketches meinte er: »Hermann und Berta sind schon viele Jahre zusammen. Sehr, sehr viele Jahre. Sie gehören zur Risikogruppe. Er ist ihr Risiko. Und sie ist sein Risiko.«

Keren sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag: »Die Sketche von Loriot sind bei vielen deutschsprachigen Israelis sehr beliebt.« Weil er das Haus nicht verlassen könne, habe er gemeinsam mit der Schauspielerin Miki Kam, die Berta spricht, über Telefon die Synchronstimmen aufgenommen.

Der Sketch sei so lustig, dass er bei vielen die Laune verbessere, erklärte Keren den Erfolg in sozialen Medien. »Viele Menschen finden sich darin wieder, und in unserer jetzigen Situation ist der Sketch noch relevanter. Wir sind alle «Hermann» – ob wir wollen oder nicht, müssen wir zuhause sitzen.«

Sperre Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die Menschen sollen zu Hause bleiben, nur in Ausnahmefällen ist der Ausgang erlaubt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 4347 Personen in Israel nachgewiesen. Bislang sind 15 Menschen den Angaben zufolge nach einer Infektion gestorben. Zehntausende befinden sich in häuslicher Quarantäne.  dpa

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Hindernisse

von Sabine Brandes  28.10.2026