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Löwin, Mazzepreise, Zölle

Foto: picture alliance / imageBROKER

Löwin
Kiara, eine zweieinhalbjährige Asiatische Löwin, die im Biblischen Zoo von Jerusalem geboren wurde, ist in den Osnabrücker Tierpark gebracht worden. Dort soll sie im Rahmen eines Zuchtprogramms zum Erhalt der Art mit dem jungen Löwenmännchen Kubo zusammenleben. Die Paarung wurde vom Koordinator für Asiatische Löwen der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) empfohlen, der auch der Bibelzoo angehört. Bis vor etwa 800 Jahren durchstreiften die Großkatzen das Land Israel und wurden zum Symbol im Wappen Jerusalems. Heute sind sie vom Aussterben bedroht, nur noch etwa 400 Exemplare leben in freier Wildbahn.

Mazzepreise
Die Preise für Mazzen in Israel sind im Vergleich zum Vorjahr um bis zu sieben Prozent gestiegen. Spezial-Mazzen sind im Schnitt sogar mehr als ein Drittel teurer geworden. Dazu gehören Eier-, Vollkorn- oder die bei Kindern so beliebten Mazzen mit Schokolade. Verbraucherverbände empfehlen einen Preis von maximal 14,90 Schekel (etwa 3,75 Euro) für eine Kilopackung. Der Anstieg wird unter anderem mit der erhöhten Mehrwertsteuer und gestiegenen Mehlpreisen erklärt. Doch zwei Hersteller, Matzot Yehuda und Matzot Rishon, kontrollieren rund 80 Prozent des Marktes. Das Wirtschaftsministerium forderte deren Finanz­unterlagen an und untersucht eine mögliche Preisregulierung. Wirtschafts- und Industrieminister Nir Barkat erklärte, er werde handeln, wenn übermäßige Gewinne festgestellt würden. »Mazzot sind ein Grundbedürfnis zu Pessach, und es ist inakzeptabel, dass ihr Preis Familien zusätzlich belastet.« Er forderte die Verbraucher auf, »Preise zu vergleichen und Entscheidungen zu treffen, die den Wettbewerb fördern«.

Zölle
Finanzminister Bezalel Smotrich hat eine Anordnung zur sofortigen Abschaffung aller verbleibenden Zölle auf US-Importe abgeschafft. Damit will die Koalition offenbar eine Aussetzung der von der Trump-Regierung angekündigten gegenseitigen Zölle erreichen. Die Anordnung wurde mit Premierminister Benjamin Netanjahu und Wirtschaftsminister Nir Barkat abgestimmt, muss aber noch vom Finanzausschuss der Knesset genehmigt werden. Israel und die USA unterzeichneten 1985 ein Freihandelsabkommen. Darin führten die Länder schrittweise Zollsenkungen durch, die 1995 zur fast vollständigen Abschaffung der Zölle auf Industrieerzeugnisse führten. Das Abkommen erlaubt es den USA und Israel jedoch, einige Import- und Zollbeschränkungen, etwa Mengenbeschränkungen und Abgaben auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, beizubehalten, vor allem, um die lokale Produktion zu schützen.

Pfannkuchen
Eigentlich sind es simple Pfannkuchen, die beim Süßspeisenfestival auf dem Sarona-Markt auf die Teller kommen. Doch sie stehen für so viel mehr. Es sind die »Pancakes« der freigelassenen Geisel Keith Siegel, der sie nach 484 Tagen in Hamas-Gefangenschaft mit einem gehörigen Schuss Liebe, Resilienz und Dankbarkeit serviert. Siegels Rezept wurde der Öffentlichkeit erstmals bekannt, als es vergangenes Jahr in einem Feiertagskochbuch des Familienforums der Geisel-Angehörigen veröffentlicht wurde. Für Keith und seine Frau Aviva, die beide von Hamas-Terroristen aus ihrem Haus im Kibbuz Kfar Aza entführt worden waren, waren Pfannkuchen ein wöchentliches Ritual. Jeden Samstag zauberte Keith eine riesige Portion.

Reha
Der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, Amir Baram, hat die erste internationale Konferenz zur Rehabilitation an der Universität Tel Aviv eröffnet. Es ging dabei vor allem um eine umfassende Versorgung verletzter Sicherheitskräfte. »Die kontinuierliche Versorgung unserer Verwundeten muss in jeder Phase eine gleichbleibende Qualität und Integration gewährleisten – nicht nur während der kritischen Traumaphase, sondern während des gesamten langwierigen, geduldigen und kostspieligen Rehabilitationsprozesses«, so Baram.

Schatz
Die dreijährige Ziv Nitzan hat bei einem Familienausflug nach Tel Azeka ein antikes Skarabäus-Amulett gefunden. »Wir gingen auf dem Weg, als sich Ziv bückte und es aus den Steinen aufhob«, erzählte ihre Schwester Omer. »Als sie den Sand abrieb, sahen wir, dass es etwas anderes war, und riefen unsere Eltern.« Die meldeten den außergewöhnlichen Fund sofort der israelischen Altertumsbehörde. Das Ergebnis: Der »Stein« ist ein kanaanitischer Skarabäus-Käfer aus der mittleren Bronzezeit, rund 3800 Jahre alt und ein echter Schatz.

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