Geschichte

Litauens Präsident fährt nicht zum Schoa-Gedenken nach Israel

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Litauens Präsident Gitanas Nauseda wird nicht an der Holocaust-Gedenkfeier in Yad Vashem am Donnerstag in Jerusalem teilnehmen. Entgegen früheren Planungen wird das Staatsoberhaupt des baltischen Landes nicht nach Israel reisen.

Stattdessen will Nauseda am 27. Januar einer Gedenkveranstaltung auf dem Gelände des früheren deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau beiwohnen. Dies teilte die Präsidialkanzlei in Vilnius am Dienstag mit.

Die Gedenkfeier in Israel ist auch dem 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen gewidmet. Vor Nauseda hatte bereits Polens Präsident Andrzej Duda seine Teilnahme aus Protest abgesagt, weil für ihn keine Rede vorgesehen war - anders als etwa für Russlands Präsidenten Wladimar Putin.

Zwischen Warschau und Moskau ist in den vergangenen Wochen ein Streit über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs entbrannt. Putin hatte Regierungsvertretern von Vorkriegspolen Antisemitismus und eine anbiedernde Haltung gegenüber Nazi-Deutschland vorgeworfen. Polen warf Russland daraufhin eine Umdeutung der Geschichte vor. Auch Litauen protestierte gegen Verzerrungsversuche.

Ob Nausedas Absage in letzter Minute mit Putins Teilnahme an der Veranstaltung in Yad Vashem und dem Streit über dessen Äußerungen zusammenhänge, wollte sein Sprecher nicht kommentieren.  dpa

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