Justiz

Lebenslange Haft

Yishai Schlissel am Sonntag nach der Urteilsverkündung Foto: Flash 90

Er muss für immer hinter Gitter. Der Extremist Yischai Schlissel, der während der Jerusalemer Gay Pride Parade im vergangenen Jahr auf Besucher einstach und dabei die 16-jährige Schülerin Schira Banki tötete, war bereits im April wegen Mordes verurteilt worden.

Am Sonntag verkündete das Jerusalemer Bezirksgericht das Strafmaß. Schlissel muss lebenslang für den Mord plus 30 Jahre für die versuchten Morde an sechs weiteren Menschen ins Gefängnis.

Höchststrafe Bereits zehn Jahre zuvor hatte Schlissel auf der Gay Pride Parade auf Menschen eingestochen und war erst kurz zuvor aus der Haft entlassen worden. Schlissel erhielt die Höchststrafe.

Die drei Richter erklärten, dass Schlissel keine Menschen vor sich sehe. »Er ist ein grausamer Mann, der sich selbst so sieht, dass er Leben geben und nehmen kann – entsprechend Prinzipien, die er selbst aufgestellt hat. Dieser gefährliche Mensch darf niemals mehr auf den Straßen von Jerusalem oder irgendwo anders unterwegs sein.«

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026