Justiz

Lebenslange Haft

Yishai Schlissel am Sonntag nach der Urteilsverkündung Foto: Flash 90

Er muss für immer hinter Gitter. Der Extremist Yischai Schlissel, der während der Jerusalemer Gay Pride Parade im vergangenen Jahr auf Besucher einstach und dabei die 16-jährige Schülerin Schira Banki tötete, war bereits im April wegen Mordes verurteilt worden.

Am Sonntag verkündete das Jerusalemer Bezirksgericht das Strafmaß. Schlissel muss lebenslang für den Mord plus 30 Jahre für die versuchten Morde an sechs weiteren Menschen ins Gefängnis.

Höchststrafe Bereits zehn Jahre zuvor hatte Schlissel auf der Gay Pride Parade auf Menschen eingestochen und war erst kurz zuvor aus der Haft entlassen worden. Schlissel erhielt die Höchststrafe.

Die drei Richter erklärten, dass Schlissel keine Menschen vor sich sehe. »Er ist ein grausamer Mann, der sich selbst so sieht, dass er Leben geben und nehmen kann – entsprechend Prinzipien, die er selbst aufgestellt hat. Dieser gefährliche Mensch darf niemals mehr auf den Straßen von Jerusalem oder irgendwo anders unterwegs sein.«

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026

Gazastreifen

Trump lädt Netanjahu und Putin in »Friedensrat« ein

Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung überwachen. Auch der israelische Premier soll dabei sein

von Sabine Brandes  19.01.2026

Hamas-Massaker

»Keine Ausreden mehr«

Vor und in der Knesset gibt es Proteste, als die Anhörungen zur politischen Untersuchung zu den Versäumnissen vor dem 7. Oktober beginnen

von Sabine Brandes  19.01.2026

Verhandlungen

Eltern der letzten Geisel fordern Ultimatum an Hamas

Die Angehörigen fürchten, dass Ran Gvili, der getötete israelische Polizist, in Phase zwei »in Gaza zurückgelassen« wird

von Sabine Brandes  18.01.2026

Trauer

»Verzeih, dass ich dich in eine grausame Welt brachte«

Kfir Bibas, das rothaarige Baby, das von palästinensischen Terroristen entführt und in Gaza ermordet wurde, wäre am Sonntag drei Jahre alt geworden

von Sabine Brandes  18.01.2026

Geiseln

»Die Liebe hat gesiegt«

Die Israelis wählen »Habaita« zum Wort des Jahres. Es enthält ein Versprechen: zurück »nach Hause«. Dort geht für die Entführten das Leben weiter. Zwei Paare, die der Terror trennte, haben sich nun verlobt

von Sabine Brandes  18.01.2026

Nahost

Israel verärgert wegen personeller Besetzung von Gaza-Gremium

Ranghoher US-Beamter reagiert auf Kritik Netanjahus: »Das ist unsere Show, nicht seine Show.«

 18.01.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

 16.01.2026

Waffenstillstands- und Geiselbefreiungsabkommen

Netanjahu bezeichnet Phase 2 als »symbolisch«

Die USA starten den nächsten Schritt in Gaza, obwohl die Hamas die Waffen nicht niedergelegt und die letzte Geisel noch nicht überführt hat

von Sabine Brandes  15.01.2026