Justiz

Lebenslange Haft

Yishai Schlissel am Sonntag nach der Urteilsverkündung Foto: Flash 90

Er muss für immer hinter Gitter. Der Extremist Yischai Schlissel, der während der Jerusalemer Gay Pride Parade im vergangenen Jahr auf Besucher einstach und dabei die 16-jährige Schülerin Schira Banki tötete, war bereits im April wegen Mordes verurteilt worden.

Am Sonntag verkündete das Jerusalemer Bezirksgericht das Strafmaß. Schlissel muss lebenslang für den Mord plus 30 Jahre für die versuchten Morde an sechs weiteren Menschen ins Gefängnis.

Höchststrafe Bereits zehn Jahre zuvor hatte Schlissel auf der Gay Pride Parade auf Menschen eingestochen und war erst kurz zuvor aus der Haft entlassen worden. Schlissel erhielt die Höchststrafe.

Die drei Richter erklärten, dass Schlissel keine Menschen vor sich sehe. »Er ist ein grausamer Mann, der sich selbst so sieht, dass er Leben geben und nehmen kann – entsprechend Prinzipien, die er selbst aufgestellt hat. Dieser gefährliche Mensch darf niemals mehr auf den Straßen von Jerusalem oder irgendwo anders unterwegs sein.«

Kulinarisch

Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

von Sabine Brandes  31.05.2026

Krieg gegen die Hisbollah

Israelische Armee nimmt Burg Beaufort im Südlibanon ein

Die strategische Höhenfestung galt einst als Symbol des Libanonkriegs – nun steht sie wieder unter israelischer Kontrolle

von Sabine Brandes  31.05.2026 Aktualisiert

Blick in die Zukunft

Ehemalige Geisel sucht nach der Hölle die Liebe

Nach 738 Tagen in der Gewalt der Hamas baut Eitan Horn sein Leben neu auf – und wünscht sich Frau und Familie

von Sabine Brandes  31.05.2026

Kommentar

Tote Juden stören nicht

Unsere Erinnerungskultur liebt Stolpersteine, aber stolpert nicht über den Antisemitismus vor der eigenen Haustür. Wie der Kampf gegen Judenhass am Nekrosemitismus scheitert

von Nelly Eliasberg  31.05.2026

Libanon

Israel stellt sich auf mehr Angriffe der Hisbollah ein

Am Wochenende griff die Hisbollah Kiriat Schmona im Norden Israels in vier Wellen an. Die israelische Armee bereitet sich auf einen verstärkten Raketenbeschuss vor und weitet ihre Bodeneinsätze im Südlibanon aus

 31.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Tourismusbranche

Trotz anhaltender Konflikte: Israel wirbt wieder verstärkt um Touristen

Eine Werbeoffensive in Nordamerika soll ausländische Urlauber zurückholen

 29.05.2026

Spendensammlung

Nova-Massaker: Gedenkstätte bei Re’im bittet um Spenden für Fertigstellung

Täglich kommen Tausende Menschen zu der provisorischen Anlage nahe der Gaza-Grenze. Der Gedenkort für 378 von Terroristen ermordete Menschen soll nun ausgebaut werden

 29.05.2026

Jordantal

Netanjahu: Israel wird 70 Prozent des Gazastreifens kontrollieren

Auch bestätigt der Ministerpräsident erstmals öffentlich, israelische Bodentruppen hätten während der jüngsten Operationen im Südlibanon den Litani-Fluss überschritten

 29.05.2026