Israel

Längere Quarantäne bei Omikron

Foto: Flash 90

Israelis, bei denen die Omikron-Variante des Coronavirus diagnostiziert wurde, müssen 14 Tage in Quarantäne bleiben. Diese Vorgabe des Gesundheitsministeriums in Jerusalem gilt seit Donnerstag.

SYMPTOME Bei anderen Varianten sind es derzeit lediglich zehn Tage. Außerdem erhalten mit Omikron Infizierte lediglich dann eine Genesungsbescheinigung, wenn sie in den letzten drei Tagen keine Symptome gezeigt haben. Die Änderung wurde angesichts der Besorgnis beschlossen, dass Omikron-Fälle länger ansteckend sein können als andere Fälle, teilte das Ministerium mit.

Das jüngste Update zu der Variante hatte es am Montag gegeben, als insgesamt 21 Fälle im Land diagnostiziert und weitere vermutet wurden. Derzeit gilt in Israel noch immer ein Einreiseverbot für alle Ausländer bis vorerst 13. Dezember. Die Regierung hat sich noch nicht dazu geäußert, ob die Grenzen anschließend wieder geöffnet werden oder noch länger geschlossen bleiben sollen. Alle aus dem Ausland zurückkehrenden Reisenden, ob geimpft oder nicht, müssen sich derzeit in eine dreitägige Heimisolierung begeben.

56 Prozent aller Israelis unterstützen die Impfung der Fünf- bis Elfjährigen.

Währenddessen hatte der Impfstoff-Hersteller Pfizer bekanntgegeben, dass die dritte Spritze, der sogenannte Booster, vor der Omikron-Variante schützen soll. Eine aktuelle Studie der israelischen Krankenversicherung Clalit bestätigt das. Die Forscher fanden heraus, dass die dritte Dosis des BioNtech/Pfizer-Impfstoffs das Risiko, an Covid-19 zu sterben, bei Menschen ab 50 Jahre um 90 Prozent herabsetzt. Die untersuchte Gruppe wurde mit einer verglichen, die die Auffrischimpfung nicht erhalten hatte. Die Studie wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

KAMPAGNE Über vier Millionen Israelis haben mittlerweile ihre dritte Auffrischimpfung erhalten. Bei der ersten Impfung sind es (Kinder ab fünf Jahre eingerechnet) 6,4 Millionen. Allerdings kommen die jüngeren Mädchen und Jungen nur schleppend in die Impfzentren, sorgen sich Behörden. Im Schnitt sind es 8000 am Tag. Bislang liegt die Impfquote in dieser Altersgruppe mit 7,5 Prozent verhältnismäßig niedrig.

Die Kampagne hatte Ende November begonnen. Von den Elf- bis Fünfzehnjährigen sind 60 Prozent die erste Spritze erhalten, 48 Prozent die zweite. Derzeit wird ausschließlich in Gesundheitszentren und nicht in Schulen geimpft.  

Der »Israeli Voice Index« für November 2021, der am Mittwoch vom Israel Democracy Institute veröffentlicht wurde, ergab, dass 56 Prozent aller Israelis die Impfung dieser Altersgruppe unterstützen. 33 Prozent sind anderer Meinung und elf Prozent wissen es nicht. Die Unterstützung der Impfung von Kindern ist bei Männern höher als bei Frauen (61 Prozent im Vergleich zu 51 Prozent).

Am Mittwoch wurden vom Gesundheitsministerium 651 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt, das entspricht einer positiven Testrate von 0,69 Prozent. Die Zahl der schwerkranken Patienten in den Krankenhäusern sinkt landesweit. Derzeit werden noch 96 Menschen stationär behandelt.  

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