Israel

Kurz gemeldet

Thailändische Soldaten schleppen Pumpen zu der Höhle, in der die Jungen mit ihrem Fußballtrainer festsitzen. Foto: dpa

Drama
Das Drama um die thailändischen Jungen, die seit fast zwei Wochen in einer Höhle in der Chiang-Rai-Provinz feststecken, nimmt kein Ende. Am Donnerstagabend kam ein ehemaliger Navy-Seal-Taucher aus Thailand zu Tode, als sich sein Sauerstofftank beim Versuch, Proviant in die Höhle zu bringen, leerte. Jetzt warnt auch ein israelischer Taucher, der den Rettern vor Ort gemeinsam mit seinem Sohn assistiert, davor, die Kinder per Tauchgang durch die unterirdischen Höhlen zu holen. Rafael Aroush meint, das könnte in einer »Katastrophe« enden. »Es ist extrem riskant. Man muss beachten, dass ein erfahrener Navy Seal dabei gestorben ist. Und dies sind Kinder.« An der Rettungsaktion sind noch weitere Israelis beteiligt: Die Firma Maxtech Networks hat die Kommunikation zwischen den Kindern und den Rettern hergestellt. Das israelische System, das aus einer Kette kleiner Apparate besteht, macht es möglich, Sprach-, Daten- und Videoübertragungen in Gegenden zu senden, in denen es gewöhnlich kein Signal gibt. 19 Geräte waren notwendig, um die Jungs zu erreichen, teilte das Unternehmen mit.

Verrat
Ein frustrierter ehemaliger Leitender Programmierer einer israelischen Cybersicherheitsfirma hat offenbar versucht, Staatsgeheimnisse zu verkaufen. Das erklärte der Generalstaatsanwalt am Donnerstag. Angeblich wollte der Mann die Daten im sogenannten Darknet anbieten. Viele Nutzer bewegen sich im Darknet, um kriminelle Handlungen zu planen, darunter auch Terroristen aus aller Welt. Laut der Anklage habe der 38-Jährige vor seiner Entlassung bei der Firma NSO Software kopiert und versucht, sie für 50 Millionen US-Dollar im Darknet anzubieten. Ihm wird jetzt vorgeworfen, Unternehmenseigentum mit der Absicht, die nationale Sicherheit zu gefährden, gestohlen zu haben. Weitere Details unterliegen einer Nachrichtensperre.

Jobs
Die Zahl der Arbeitslosen in Israel ist unter den niedrigsten aller Mitgliedsländer der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Das gab die Organisation jetzt bekannt. Zudem würde die Zahl der angebotenen Jobs stetig steigen. Allerdings ist die Spanne zwischen den Einkommen im jüdischen Staat extrem hoch. Top-Verdiener haben hier im Schnitt 7,22 Mal so viel auf ihrem Konto wie Arbeitnehmer mit dem geringsten Einkommen. Diese Zahl ist die höchste in der gesamten OECD – mit großem Abstand. Denn die Differenz in den anderen Mitgliedsländern liegt im Durchschnitt nur bei 3,42.

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