Israel

Kurz gemeldet

Der Tel-Aviv-Marathon Foto: dpa

Marathon
Am Freitagmorgen gab sich Tel Aviv ganz sportlich. Mehr als 2500 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt waren um 7.00 Uhr dem Startschuss zum jährlich stattfindenden Marathon durch die Mittelmeerstadt gefolgt. Zum zweiten Mal in Folge gewann der Kenianer William Kiprono Yegon mit 2:10:51 die 42 Kilometer-Runde. Nach den professionellen Athleten machten sich rund 40.000 Weitere auf den Weg zum Halbmarathon, einem Zehn-Kilometer-Lauf und dem Handrad-Rennen. Unter blauem Himmel und bei angenehm warmen Temperaturen waren die Läufer nach dem Startzeichen von Bürgermeister Ron Huldai losgelaufen und hatten die Stadt in ein Meer aus lilafarbenen Teilnehmer-T-Shirts verwandelt. Viele der Hauptstraßen der Stadt von der Rokach- im Norden bis zur Jaffa-Straße im Süden waren komplett für den Verkehr gesperrt. Doch die Tel Aviver nahmen es sportlich und feuerten die Sportlichen vom Rand aus lautstark an. »Wie jedes Jahr ist es auch dieses Mal wieder ein Riesenfest für die Athleten, Besucher und die Bewohner unserer Stadt«, sagte Huldai zur Begrüßung.

Anschläge

Ein Sicherheitsmann ist am Freitag durch einen Angriff mit einer Axt lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, endgültig bestätigt ist dies jedoch nicht. Am frühen Morgen hatte ein Mann einen Angestellten einer Sicherheitsfirma im Einkaufszentrum von Maale Adumim attackiert und ihm mehrere schwere Wunden zugefügt. Maale Adumim ist eine der größten jüdischen Siedlungen im Westjordanland und grenzt an Jerusalem an. Noch immer kämpfen die Ärzte im Krankenhaus um das Leben des 48-Jährigen. Der Angreifer konnte fliehen, die Armee sucht derzeit fieberhaft nach ihm. Am vergangenen Mittwoch war der isralische Reservist Eliav Gelman getötet worden, als er bei dem Versuch, den Messerangriff eines palästinensischen Terroristen zu verhindern, durch Kugeln der eigenen Truppen getroffen wurde. Gelman war Vater von zwei kleinen Kindern. Seine Ehefrau erwartet derzeit das gemeinsame dritte Kind.

Tod
Ein flüchtiger palästinensischer Attentäter ist am Freitagmorgen tot in Bulgarien aufgefunden worden. Der 52-jährige Omar Nayef Zayed lag leblos im Garten der palästinensischen Botschaft in der Hauptstadt Sofia. Verschiedene palästinensische Medien berichteten, Jerusalem sei für den Tod des Terroristen verwantwortlich, doch Jerusalem streitet jegliche Beteiligung ab. Andere Quellen erklärten, Zayed, der bereits seit zwei Jahrzehnten in Bulgarien lebte, sei aus einem Fenster gefallen. 1986 wurde er des Mordes am Jeschiwa-Studenten Elijahu Amedi in der Jerusalemer Altstadt für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Vier Jahre nach seiner Inhaftierung wurde er wegen eines Hungerstreiks in eine psychologische Einrichtung verlegt, aus der er fliehen konnte. Seine Spur fand sich erst in Bulgarien wieder.

Politische Einflussnahme

»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck

Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben

 24.09.2026

Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen

 24.09.2026

Tel Aviv

Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri

Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet

 24.09.2026

Jerusalem

Wahlausschuss schließt arabische Parteien und Kandidaten von Israels Wahl aus

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Artikel des Kandidaten Abu Shehadeh. Darin bezeichnete er den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als »ein wichtiges historisches Ereignis in militärischer, politischer und strategischer Hinsicht«

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Sohn von Israels US-Botschafter bei Anschlag schwer verletzt

Neria Leiter benötige »ein Wunder«, um zu überleben, erklärt sein Vater

 24.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026