Jerusalem

Kurz gemeldet

Altstadt von Jerusalem Foto: Flash 90

Anschlag
Bei der Messerattacke eines Palästinensers am Samstag auf der Hagai-Straße in der Jerusalemer Altstadt wurden drei Menschen verletzt. Zwei 18-jährige Jeschiwa-Studenten erlitten leichte beziehungsweise mittelschwere Verletztungen, ein Grenzpolizist ebenfalls leichte Verletzungen. Der Terrorist wurde erschossen. Nach dem Anschlag riegelten die Sicherheitskräfte die Altstadt zeitweilig ab. Einige arabische Demonstranten warfen daraufhin Molotowcocktails gegen die Beamten am Damaskustor. Der Leiter der Polizei für die Altstadt, Doron Turgeman, kündigte im Armeeradio an, dass die Präsenz der Sicherheitskräfte an den Pessachfeiertagen erhöht werde, denn Terrorgruppen könnten danach trachten, jüdische Gläubige zu attackieren: »Feiertage und Feste haben in den vergangenen Jahren verstärkt zu Unruhen geführt. Deshalb wollen wir sicherstellen, dass alles ruhig verläuft.« Die beiden Studenten sind mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden, berichtete der Sender ebenfalls am Sonntagmittag.

Demonstration
Nur wenige Stunden nach dem Anschlag demonstrierten rund 1000 Menschen – Juden und Araber gemeinsam – gegen die israelische Besatzung. Der Protest soll der erste in einer Serie sein und wurde organisiert von Linksparteien und Friedensgruppen zum 50. Jahrestag des Sechstagekrieges (Anfang Juni) unter dem Titel »Standing Together«. Die Teilnehmer marschierten vom Stadtzentrum bis zum Jaffator der Altstadt. In einer Botschaft erklärten die Organisationen, dass man damit gegen »die andauernde israelische Kontrolle über die Palästinenergebiete, insbesondere Ost-Jerusalem, demonstrieren will, um eine friedliche Lösung und Gerechtigkeit für beide Völker zu finden«. Der Anschlag zuvor sei eine schmerzhafte Erinnerung an den Preis der Besatzung, meinte einer der Organisatoren, Itamar Avneri. Er wünschte den Verletzten baldige Genesung.

7. Oktober

Die letzte Geisel

Mit der Operation »Tapferes Herz« wurde der Leichnam von Ran Gvili in Gaza geborgen und nach Hause gebracht. Das sind die Details

von Sabine Brandes  05.02.2026

Nahost

Natürliches Bündnis?

Nach der Offensive der syrischen Armee in Rojava nähern sich die Kurden Israel an. Eine Expertin erklärt die Hintergründe

von Sabine Brandes  05.02.2026

Jerusalem

Sitzung des Sicherheitskabinetts kurzfristig angekündigt

Um 16 Uhr Ortszeit kommt das Gremium zusammen. Worum geht es?

 05.02.2026

Jerusalem

Israeli wegen Spionage für Iran zu drei Jahren Haft verurteilt

Elimelech Stern aus Beit Schemesch wurde wegen Kontakts mit einem ausländischen Agenten und Verschwörung schuldig gesprochen

 05.02.2026

Israel

Reservisten wegen Schmuggels in den Gazastreifen angeklagt

Unter den Beschuldigten ist auch der Bruder des Shin-Bet-Chefs. Er soll im Zentrum der Verbrecherbande stehen

 05.02.2026

Tel Aviv

Die arabische Stimme der israelischen Streitkräfte

Major Ella Waweya übernimmt die Funktion der IDF-Sprecherin für arabische Medien. Schon zuvor war sie keine Unbekannte

von Imanuel Marcus  05.02.2026

Gewalt

Dreifacher Mord im Norden: Herzog spricht von nationalem Notstand

Der Vorfall ist Teil einer alarmierenden Gewaltwelle in arabischen Gemeinden Israels. Der Präsident sieht einen sieht einen »nationalen Notstand«

 05.02.2026

Luftfahrt

Bau eines neuen Flughafens in der Negev-Wüste soll beschlossen werden

Zu den Zielen gehört eine wirtschaftliche Stärkung der Region und eine erforderliche Entlastung des Ben-Gurion-Flughafens zwischen Tel Aviv und Lod

 05.02.2026

Hauptstadtfrage

Israel und US-Botschafter drängen auf Botschaftsverlegungen nach Jerusalem

Bildungsminister Yoav Kisch und Mike Huckabee machten deutlich, dass sie die Metropole als unteilbare Hauptstadt Israels betrachten

 05.02.2026