Israel

Kurz gemeldet

Protestierende am Sonntagabend vor der US-Botschaft in Tel Aviv Foto: Flash 90

Demonstration
Einige Dutzend Protestierende haben am Sonntagabend vor der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv gegen den Bann von Muslimen durch US-Präsident Donald Trump demonstriert. Mit Schildern wie »Refugees welcome« und »Liebe für Flüchtlinge – ihr seid willkommen«, äußerten die Leute ihren Unmut in Bezug auf die neue Regelung der USA. Organisator Eliot Glassenberg meinte: »Die Menschen in Israel sind bequem geworden. Doch wir wollen hiermit auch eine Botschaft an die Juden schicken, die in den USA gegen Trump protestieren. Wir hoffen, sie wachen auch in Bezug darauf auf, was hier in Israel geschieht.«

Rückkehr
Ehud Barak ist zurück. Zwar ist noch nicht ganz klar, was der einstige zweimalige Premier und Verteidigungsminister genau plant, doch er erscheint wieder auf der öffentlichen Bildfläche. Vor allem kritisiert er die derzeitige israelische Regierung in Tweets sowie in Zeitungs- und Fernsehinterviews. Jetzt zeigte er sich bei einer Veranstaltung der Arbeitspartei. Deren Vorsitzender Isaac Herzog drängte ihn, wieder beizutreten. Barak war lange Jahre Mitglied und auch Chef der Partei. Zuvor hatte sich der Ex-Politiker mehrfach mit Stav Shaffir getroffen, einer jungen Parteigenossin und Knessetabgeordneten. Man munkelt, dass er Shaffir auffordern will, nach oben zu streben, um frischen Wind in die Arbeitspartei zu bringen.

Gadi Eisenkot spricht an einem Rednerpult vor einer israelischen Flagge

Israel

Eisenkot will Israel aus der Krise führen

Nach dem Auftrag zur Regierungsbildung ruft der frühere Generalstabschef zu einer Notstandsregierung auf und streckt allen Parteien die Hand aus

 08.11.2026

Kuscheltiere und Puppen auf dem Rabin-Platz, eine Puppe ist mit einem Seil gefesselt

Ariel

Kinderkrippe des Grauens

Drei Betreuerinnen wird systematische Gewalt an Babys und Kleinkindern vorgeworfen. Die Polizei spricht von einem der schwerwiegendsten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre

von Sabine Brandes  08.11.2026

Krieg gegen den Iran

Die Mullahs schossen Raketen – Bat Yam schickt die Rechnung

Die israelische Stadt will Schadensersatz in Millionenhöhe von Teheran. Für die Zustellung der Klage musste der Bürgermeister einen iranischen Vertreter durch die Straßen von Manhattan verfolgen

von Sabine Brandes  08.11.2026

Israels Präsident Izchak Herzog

Nach der Parlamentswahl

Israels Präsident beauftragt Eisenkot mit Regierungsbildung

Dem Oppositionspolitiker Eisenkot fehlen 13 Mandate für eine eigene Regierungsmehrheit. Arabische oder ultraorthodoxe Parteien könnten ihm helfen. Doch beide Optionen bergen großes Konfliktpotenzial

 08.11.2026 Aktualisiert

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026