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Kurz gemeldet

Mosche Katsav – hier im April 2015 – wird nun doch begnadigt. Foto: Flash 90

Bewährung
Nun soll er doch begnadigt werden. Der ehemalige Staatspräsident und verurteilte Vergewaltiger Mosche Katsav wird vorzeitig aus der Haft entlassen. So hat es der Bewährungsausschuss beschlossen. Fünf von den sieben Jahren hat Katsav bereits abgesessen, zwei Gnadengesuche waren zuvor abgelehnt worden. Jetzt urteilten die Mitglieder des Ausschusses: »Es gibt keinen Zweifel, dass der Häftling einen Wandel vollzogen hat. Besonders im Vergleich zu den beiden Anhörungen zuvor.« Eines seiner Opfer verurteilte die Entscheidung mit den Worten: »Die israelische Gesellschaft ist an ihrem Tiefpunkt angekommen. Zur selben Zeit, da der General Ofek Buchris seine sexuellen Übergriffe zugab, ein Rabbiner wegen Vergewaltigung festgenommen wurde und der Knessetabgeordnete Nissan Slomiansky nach Vorwürfen der sexuellen Belästigungen zurücktrat, trifft der Bewährungsausschuss diese schreckliche Entscheidung.« Ihrer Meinung nach sei Katsavs Reue nicht echt. Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, Einspruch einzulegen.

Verdacht
Der israelisch-arabische Knessetabgeordnete Basel Ghattas (Vereinte Liste) steht unter Verdacht, Mobiltelefone an palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen geschmuggelt zu haben. Ghattas ist bereits zu einer Polizeianhörung vorgeladen worden. Nach Angaben des Gefängnisdienstes habe der Politiker Telefone in die Haftanstalt Keziot in der Negevwüste gebracht, in der Gefangene in Sicherheitsverwahrung sitzen. Eine Durchsuchung mehrerer Zellen brachte zwölf Apparate zum Vorschein, die beschlagnahmt wurden. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Sein Büro erklärte, er sei seit zwei Monaten nicht mehr bei Häftlingen zu Besuch gewesen.

Festnahme

Der israelische Blogger Alexander Lapshin ist in der vergangenen Woche in Weißrussland festgenommen worden, nachdem die aserbaidschanische Regierung seine Verhaftung beauftragt hatte. Lapshin reist um die Welt und schreibt über seine Erfahrungen in einem Blog. Nach dem Besuch der Region Bergkarabach im Südkaukasus, die zwar von Armenien kontrolliert, aber von Aserbaidschan beansprucht wird, kam die Polizei zu ihm. Lapshin hatte sich zuvor kritisch über den Präsidenten des Kaukasus-Landes, Ilham Aliyev, geäußert. Jetzt sind seine Familie und die israelischen Behörden in großer Sorge, dass sein Leben in Gefahr ist, wenn er von Weißrussland nach Aserbaidschan ausgeliefert wird. Der 40-Jährige war vor rund 20 Jahren mit seiner Familie aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert und lebt in Haifa. Israel setzt sich für seine Freilassung ein.

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

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Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026