Israel

Kurz gemeldet

Sicherheitskräfte am Tatort nach dem Anschlag am Damaskustor Foto: Flash 90

Reise
Premierminister Benjamin Netanjahu ist am Montagmorgen mit einer 50-köpfigen Delegation von Jerusalem in Richtung Paris gestartet. Im Rahmen der Klimakonferenz, an der fast 150 Staatsoberhäupter teilnehmen, will er unter anderem Solidarität mit Frankreich bekunden. Neben dem französischen Präsidenten Francois Hollande wird er sich auch mit Wladimir Putin treffen. Auf der Tagesordnung soll dabei vor allem Russlands Einmischung in den syrischen Bürgerkrieg stehen. Außerdem wird der Ministerpräsident Israels eine Rede vor den Delegierten der UN halten. Am Tag vor Netanjahus Abreise war bekannt geworden, dass vor Kurzem eine russische Kriegsmaschine auch den israelischen Luftraum verletzt hatte. Verteidigungsminister Mosche Yaalon erklärte, dass die Angelegenheit »durch Kommunikation der beiden Länder schnell bereinigt werden konnte«. Einige Tage zuvor hatte die Türkei ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen, das in den Luftraum des Landes eingedrungen war. Der Zwischenfall hatte zu einer massiven diplomatischen Krise zwischen den Ländern geführt, die noch andauert.

Terror
Zwei Anschläge an einem Tag in Jerusalem: Eine Frau aus Nepal ist am Sonntag Opfer eines Terroranschlags geworden. Hisori Tepalya stand an einer Bushaltestelle in Jerusalem, als ihr ein junger Palästinenser ein Messer in den Rücken stach. Da die Straße menschenleer war, musste die Verletzte, die stark blutete, bis zu einer anderen Bushaltestelle laufen, um versorgt zu werden. Ein Busfahrer dort leistete Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte. Die 31-Jährige arbeitet als Betreuerin in Israel. Nachdem sie vom Krankenhausbett ihrem Retter gedankt hatte, sagte sie: »Ich weiß, dass ich Opfer eines Terroranschlags geworden bin. Ich habe in der letzten Zeit viele Nachrichten gehört. Ich bleibe aber trotzdem hier.« Der Täter ist ein 17-jähriger Palästinenser, den die Polizei auf einer Baustelle dingfest machte, wo er sich versteckt hatte. Nur wenige Stunden zuvor war ein Grenzpolizist am Damaskustor zur Altstadt von einem palästinensischen Terroristen ebenfalls mit einem Messer angegriffen worden. Der Polizist wurde mittelschwer durch einen Stich in den Hals verletzt, der Angreifer, ein 38-jähriger Mann aus Nablus, von Kollegen des Opfers erschossen.

Botschaft
Zum ersten Mal wird Israel eine diplomatische Vertretung in den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnen. Nicht versteckt hinter hohen Mauern, sondern für alle sichtbar. Der Schritt wird im Rahmen der internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) unternommen, die in der Hauptstadt des Landes, Abu Dhabi, ihren Sitz hat. Der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Dore Gold, besuchte das Land in der vergangenen Woche und sprach mit dem Leiter von IRENA, Adnan Amin, um alles Weitere zu klären. Büroräume sowie ein passender Botschafter sollen bereits gefunden sein. In naher Zukunft wird Rami Hatan mit einer kompletten israelischen Delegation nach Abu Dhabi reisen. Experten erklärten, dass es bereits seit Jahren Geheimverhandlungen bezüglich einer Botschaft in den Emiraten gibt.

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bisher bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert