Israel

Kurz gemeldet

Sagt ihr Konzert in Tel Aviv nach Protesten der israelfeindlichen BDS-Bewegung ab: die amerikanische Sängerin Lana Del Rey Foto: dpa

Lana Del Rey
Es ist ein großer Erfolg für BDS-Aktivisten, allen voran für Roger Waters, und ein herber Schlag für Musikfans. Die amerikanische Sängerin Lana Del Rey hat ihre angekündigte Show in Israel beim Meteor-Festival nächste Woche nun doch abgesagt. In ihren sozialen Netzwerken schrieb sie: »Es ist mir wichtig, in Palästina und Israel aufzutreten und alle meine Fans gleich zu behandeln. Das war jedoch in der Kürze der Zeit nicht zu schaffen.« Zuvor hatte sie ihre Entscheidung, bei dem Festival zu singen, verteidigt: »Ich möchte alle erinnern, dass es keine politische Botschaft ist, in Tel Aviv zu singen. Genauso wie ich hier in Kalifornien auftrete und meine Ansichten in keiner Weise mit denen der Regierung übereinstimmen.« Doch der Druck der BDS-Bewegung wog wohl zu schwer. Auch die anderen rund 50 internationalen Künstler, die beim Festival dabei sein wollen, werden von den BDS-Initiatoren bedrängt, nicht nach Israel zu reisen. Einige von ihnen haben ihre Auftritte ebenfalls abgesagt. Die meisten jedoch versichern, in Israel zu spielen.

UNRWA
Die US-Regierung hat angekündigt, nahezu 300 Millionen US-Dollar für die UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) zu streichen. Nach Jahren der Unterstützung endet diese jetzt, teilte die Trump-Administration mit. »Die USA werden diese hoffnungslos mangelhafte Operation nicht mehr fördern«, hieß es aus dem Weißen Haus. Man wolle gemeinsam mit internationalen Gruppen nach anderen Kanälen suchen, um zu helfen, »denn die unschuldigen Palästinenser verdienen einen besseren Plan für die Zukunft«. Die US-Regierung hatte bislang rund 30 Prozent der UN-Organisation finanziert. Die israelische Regierung unterstützt die Entscheidung der Vereinigten Staaten. »Die UNRWA ist eines der Hauptprobleme, die den Konflikt aufrechterhalten«, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Schule
Den ersten Tag im neuen Schuljahr haben die israelischen Erstklässler schon mal hinter sich. »Es ist eine Reise der Worte und Geschichten, in die ihr jetzt eintretet«, schrieb Präsident Reuven Rivlin an die neuen Erstklässler. Insgesamt rund 2,3 Millionen Schüler drücken seit Sonntag die Schulbank und werden von 194.000 Lehrern unterrichtet. Das Motto des neuen Bildungsjahres besteht aus zwei Komponenten: »Einheit« und »Einzigartigkeit«. Für viele begann das Schuljahr jedoch mit großem Stress: Mehr als 80.000 Kindergartenkinder erhielten am ersten Tag keine Betreuung, weil die Angestellten für eine bessere Bezahlung streikten. Der Streik sei nun jedoch beendet und eine Lösung gefunden, gab das Bildungsministerium am Montag bekannt.

Rüstung

Israel beschleunigt Produktion von Arrow-Abfangraketen

Israel will die Produktion seiner Arrow-Abwehrraketen deutlich steigern. Ziel ist es, den Vorrat zu erhöhen und die Verteidigungsfähigkeit angesichts ständiger Angriffe auszubauen

 06.04.2026

Krieg

Angriffe von drei Seiten auf Israel

Koordinierte Angriffe aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen treffen Israel

 06.04.2026

Krieg

Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv

Nach neuen Raketenangriffen auf Tel Aviv gibt es Berichte über mehrere Einschläge und Verletzte. Bilder zeigen zerstörte Hausfassaden

 06.04.2026

Krieg

Zwei weitere Tote nach Raketenangriff in Haifa geborgen

Nach einem iranischen Raketenangriff in der israelischen Hafenstadt Haifa wurden zwei weitere Tote geborgen. Insgesamt sterben vier Menschen, darunter Angehörige zweier Generationen einer Familie

 06.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  06.04.2026 Aktualisiert

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Kriegsverbrechen

Iran greift Großraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an

Der Iran setzt laut Medien erneut Streumunition bei Angriffen auf Tel Aviv und Haifa ein. Human Rights Watch sieht dadurch eine langfristige Gefahr für Zivilisten

 06.04.2026

Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026