Jerusalem

Kotel-Reinigung in Corona-Zeiten

Die Steine der jahrtausendealten Mauer werden gereinigt. Foto: Western Wall Heritage Foundation

Dass das Coronavirus eine gewisse Zeit auch auf Oberflächen überlebt, weiß man mittlerweile. Daher ist am Dienstagmorgen die Kotel – das bedeutendste Heiligtum des Judentums – auf besondere Weise gereinigt worden.

Gläubige Normalerweise werden die Steine unterhalb des Tempelbergs jährlich von Tausenden Menschen aus aller Welt berührt und geküsst. Viele stecken Zettel mit Wünschen oder Gebeten in die Ritzen. Sogar in Zeiten der Covid-19-Krise kommen noch Gläubige an den heiligen Ort. Derzeit dürfen jedoch lediglich zehn Menschen mit einem Abstand von jeweils zwei Metern an die Kotel gehen, um zu beten.

Dieses Mal jedoch lassen die Helfer an der Kotel besondere Vorsicht walten.

Traditionell werden die Zettel zweimal jährlich aus den Ritzen zwischen den Steinen entfernt: vor dem Pessachfest und vor dem jüdischen Neujahr Rosch Haschana.

Dieses Mal jedoch lassen die Helfer besondere Vorsicht walten. Alles Papier wird mit Handschuhen und Holzwerkzeug entfernt, das anschließend entsorgt wird. In besondere Säcke gepackt, werden die Papierstücke dann zusammen mit anderen heiligen Papieren auf dem Ölberg in einer Genisa beerdigt.

Gebete Kotel-Rabbiner Schmuel Rabinowitz beaufsichtigte die Aktion persönlich. Dabei betete er für die Genesung der Erkrankten im jüdischen Staat und überall auf der Erde. »In diesen schweren Tagen, in denen die Plage sich überall ausbreitet und unser Leben gefährdet, sammeln wir die Gebete aus der ganzen Welt«, so der Rabbiner.

Zusätzlich zu den Zetteln aus Papier sind auf der Website der heiligen Stätte seit Rosch Haschana 18.000 Wünsche und Fürbitten eingegangen.

Washington D.C.

Trump beharrt auf Deal, Netanjahu betont Sicherheitsinteressen

Beim Treffen zwischen dem US-Präsidenten und dem israelischen Ministerpräsidenten ging es um die Verhandlungen mit dem Regime im Iran, aber auch um die Lage im Gazastreifen

 11.02.2026

Jerusalem

Israel bereitet offenbar neue Offensive zur Entwaffnung der Hamas vor

Hintergrund ist die Einschätzung in Sicherheitskreisen, dass die palästinensische Terrororganisation ihre Waffen nicht freiwillig abgeben wird

 11.02.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu erhielt schon 2018 Hinweise auf Hamas-Invasionspläne

Eine erste Fassung des Plans der Terroristen soll an zentrale Entscheidungsträger gelangt sein

 11.02.2026

Nahost

Israel will erstmals Attentäter ausweisen

Den beiden arabischen Israelis wurde die Staatsbürgerschaft entzogen, sie sollen in den Gazastreifen abgeschoben werden

 10.02.2026

Eurovision Song Contest

Israels ESC-Song steht fest

In Israel wurde der Song, mit dem Noam Bettan in Wien antreten wird, ausgewählt. Vorjahreskandidatin Yubval Raphael hat ihn getextet

 10.02.2026

Reisen

Condor fliegt wieder von Frankfurt nach Israel

Die deutsche Fluggesellschaft nimmt die Strecke ab Mai 2026 nach langer Pause wieder in ihr Angebot auf

von Sabine Brandes  10.02.2026

Gaza

Indonesien will erste Truppen für Stabilisierungstruppe entsenden

Schon in den kommenden Wochen könnten Tausende Soldaten entsandt werden

 10.02.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher testen Krebstherapie gegen Alzheimer

Grundlage ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie, die bislang vor allem bei Leukämie eingesetzt wird

 10.02.2026

Untersuchungskommission

Ex-Verteidigungsminister Gallant nennt Netanjahu »Lügner«

Der israelische Premier beschuldigt die Sicherheitskräfte für das Versagen vor dem Massaker der Hamas

von Sabine Brandes  09.02.2026