Pandemie

Konzerte und Familienseder

Beim Konzert von Shalom Hanoch im März 2021 im Bloomfield-Stadion Foto: Tomer Neuberg

Die Israelis leben wieder ihr Leben. Zwar noch mit angezogener Handbremse, doch die jüngsten Öffnungen werden von vielen begrüßt. Seit Wochenbeginn gehen die Menschen wieder in Cafés und zücken in Fitnessstudios ihre grünen Gesundheitspässe.

Jetzt gibt es sogar Hoffnung auf gemeinsame Familienseder. In einem Interview sagte Gesundheitsminister Yuli Edelstein, er hoffe, dass die Israelis Pessach gemeinsam mit der gesamten Familie, »bis 20 Menschen in den Häusern«, feiern können.

Seele »Wenn wir alle richtig handeln, wird es keinen weiteren Lockdown geben.« Mit diesen Worten spricht er den Menschen aus der Seele. In Restaurants anstoßen kann man schon seit Sonntag wieder, als Israel Wirtschaft und öffentliches Leben weiter auf den Pfad der Normalität brachte.

In verschiedenen Städten, darunter Tel Aviv, werden sogar Konzerte veranstaltet. 500 Fans – alle vollständig geimpft – des populären Sängers Ivri Lider rockten am vergangenen Freitag im Bloomfield-Stadion bei einem Konzert, das die Stadtverwaltung organisiert hatte. Auch die Museen sind offen.

Zwar ist der Ben-Gurion-Flughafen wieder teilweise geöffnet, doch noch immer können nicht alle einreisen. Bis zum Wahltag am 23. März werden israelische Staatsangehörige bevorzugt, heißt es aus Jerusalem. Die israelische Regierung formulierte jetzt neue Regeln für das Reisen: Das Verbot der Einreise von israelischen Staatsangehörigen und Personen mit Aufenthaltsgenehmigung im Luftverkehr ist aufgehoben. Sie besteht noch bei der Einreise über Land. Außerdem gibt es nach wie vor eine Beschränkung der Zahlen der Ankommenden. Sie liegt derzeit bei 3000, gibt das Transportministerium an.

Test Mittlerweile sind mehr als fünf Millionen Israelis geimpft. Die Positivrate der Corona-Tests sinkt weiter und liegt derzeit bei 3,9 Prozent. Mittlerweile sind rund 5933 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Premier Netanjahu sagte am Montag, sein Ziel sei, bis Ende April die gesamte erwachsene Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Man arbeite daran, Millionen Impfdosen ins Land zu bringen, um die Wirtschaft offen zu halten und weitere Lockdowns zu verhindern. Sabine Brandes

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